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Auslandsmärkte Der Standort Tschechien punktet mit Qualität

| Autor/ Redakteur: Robert Benacka / Stéphane Itasse

Die tschechische Industrie hat sich seit den 90er-Jahren gut entwickelt und in Europa etabliert. Das hat natürlich auch Folgen für Unternehmen, die jetzt eine Expansion erwägen, ob im Hinblick auf das technische Niveau des Standorts oder auf Risiken wie die Kosten und Verfügbarkeit von Fachkräften.

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Die tschechische Industrie ist mittlerweile in der Lage, Produkte auf dem Niveau der etablierten Industriestaaten herzustellen.
Die tschechische Industrie ist mittlerweile in der Lage, Produkte auf dem Niveau der etablierten Industriestaaten herzustellen.
(Bild: martinlisner/Fotolia.com)

Die Marke Skoda ist das wohl bekannteste Beispiel für den wirtschaftlichen Erfolg tschechischer Unternehmen. Doch das Land ist als Produktionsstandort längst nicht nur in der Automobilindustrie etabliert, sondern auch im Maschinen- und Anlagenbau in Europa führend – Kunden aus allen Weltregionen beziehen aus dem osteuropäischen Binnenstaat von der einzelnen Spezialschraube bis zur kompletten Fertigungsanlage hochwertige Industrieprodukte.

Auch in anderen Wirtschaftszweigen ist Tschechien in kleinen, aber deutlichen Schritten auf Wachstumskurs: etwa in der Metallurgie, der chemischen und pharmazeutischen Industrie sowie bei der Glas- und Keramikerzeugung.

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Tschechien ist Kostenführer für die Gründung von Produktionsstandorten

Mit einem stetig wachsenden BIP und einer geringen Arbeitslosenquote von unter 6 % (Stand April 2015) hat sich Tschechien bereits als Kostenführer für die Gründung von Produktionsstandorten etabliert. Dies mag auch daran liegen, dass das Land nicht erst seit seinem Eintritt in die EU im Jahr 2004 näher an den Westen gerückt ist. Bereits nach dem Fall des Eisernen Vorhangs begannen zunächst Industriekonzerne, später auch größere Mittelständler, Produktionsstätten in Tschechien aufzubauen. In den vergangenen zehn Jahren folgten in deren Kielwasser viele Zulieferbetriebe, um in unmittelbarer Kundennähe produzieren zu können.

Inzwischen hat sich die Industrie in der Tschechischen Republik stark westlichen Standards angenähert, etwa in Hinblick auf die Fähigkeiten technischer Fachkräfte. Doch was bedeutet das für Mittelständler, die heute eine erstmalige Expansion in Richtung Osteuropa erwägen? Ist Tschechien aufgrund der genannten Punkte besonders gut geeignet – oder ist das Risiko zu hoch, in den kommenden Jahren mit einem Fachkräftemangel und steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert zu werden, die wiederum die Löhne für Facharbeiter, Ingenieure und Führungskräfte steigen lassen? Anhaltspunkte dafür, dass die Eröffnung oder der Ausbau eines tschechischen Produktionsstandortes auch in den kommenden Jahren ein sinnvolles Investment ist, liefert die Studie „Fachkräfte in Osteuropa. Eine Bestandsaufnahme aus Sicht des deutschen Mittelstands“. Bei der Studie handelt es sich um eine Analyse der Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG und des Magazins „Markt und Mittelstand“. Insbesondere bei wichtigen Kriterien wie der Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, der Infrastruktur und dem Qualifikationsniveau punktet die Tschechische Republik im Vergleich zu anderen EU-Nationen.

Mittelständler mit ihrem Engagement in Tschechien meist zufrieden

Starke Fürsprecher hat die Tschechische Republik bei Mittelständlern, die bereits seit einigen Jahren mit mindestens einem Standort im Land vertreten sind. Die in der Studie befragten Entscheider sind nicht nur in Summe zufrieden mit dieser Wahl – 77 % von ihnen würden auch heute wieder eine tschechische Niederlassung eröffnen.

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