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Automatisierung

China: Chinas Automatisierungsmarkt steht der wahre Boom noch bevor

| Autor: Stéphane Itasse

Angesichts des niedrigen Automatisierungsgrades der chinesischen Industrie hat der Boom für die Anbieter erst begonnen, wie eine neue Studie erwartet.
Angesichts des niedrigen Automatisierungsgrades der chinesischen Industrie hat der Boom für die Anbieter erst begonnen, wie eine neue Studie erwartet. (Bild: Kuka)

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Fertigungsautomatisierung – si. Bereits heute ist China der weltweit wichtigste Markt für Automatisierungsprodukte.

Trotzdem hat die Industrie im Land noch einen äußerst niedrigen Automatisierungsgrad. In einer neuen Studie erwartet die Unternehmensberatung Stieler Technologie- und Marketingberatung (STM) deshalb, dass der gesamte Bereich Industrieautomation von 2015 bis 2020 um etwa 15 % pro Jahr wächst.

Damit würde sich das Marktvolumen in den kommenden fünf Jahren beinahe verdoppeln. Die höchsten Wachstumsraten erwarten die Berater nach eigenen Angaben im Geschäft mit 3D-Druckern, Sensoren, Optimisierungssoftware und Robotern, die größten nominale Zugewinne bei Sensorik, Robotern und Antrieben.

Noch ist China in Teilbereichen der Automationstechnik stark von ausländischem Know-How abhängig, wie die Berater berichten. Im Lauf der kommenden Jahre werde das Land allerdings immer mehr eigene Akzente im Bereich Automatisierung setzen. Außerhalb der Landesgrenzen bisher weitgehend unbekannte Unternehmen würden diese Entwicklung mitbestimmen.

Chinesische Hersteller von Automatisierungstechnik konnten ihren Anteil am Gesamtmarkt Industrieautomation in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich ausbauen: Von 40 % im Jahr 2010 werde ihr Anteil bis Ende des laufenden Jahres auf 45 % gestiegen sein. Aufgrund ihrer Analysen rechnen die Berater nach eigenen Angaben damit, dass dieser Wert bis zum Jahr 2020 sogar auf über 50 % zunehmen wird.

Zwar hätten lokale Anbieter von Automatisierungssystemen noch teilweise beträchtliche Defizite hinsichtlich Präzision, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit. Allerdings seien sie in der Regel deutlich günstiger, flexibler, näher am Kunden und hätten häufig kürzere Lieferzeiten. Ein weiterer Vorteil für einheimische Lieferanten sei die Tatsache, dass ein wesentlicher Teil des zu erwartenden Wachstums von kleineren und mittelgroßen Unternehmen getragen werden soll.

Laut Studie sollen die relativ größten Zugewinne einheimischer Hersteller bei 3D-Druckern, Antrieben, Robotern und Manufacturing Excecution Systemen liegen. Die nominal größten Zugewinn erwarten die Berater bei Sensoren, Scada-Systemen, Antrieben und Robotern.

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