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Serienbauteile im Fertigungstakt mit Videotechnik automatisiert vermessen

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Einsatzbereiche des Systems stellen insbesondere die Messung von Profilen aus Kunststoff, Aluminium, Holz, Gummi, Gummi-Metall und Metall oder Stanzteilen jeder Art, Schablonen, Dichtungen, Layouts und vielen anderen Teilen – auch in der Serienproduktion – dar. In Verbindung mit der in Modul 1 eingesetzten Mess- und Auswertesoftware Saphir (Bild 1) bietet Video-CAD ein vielseitiges Anwendungsspektrum. Beim Modul 2 wurde softwareseitig auf eine Standard-Steuerung von Siemens zurückgegriffen. Eine Lösung, die sich beispielsweise auch schon bei Kurbelwellen Ladesystemen bewährt hatte, weswegen die Verknüpfung zu Saphir kein Problem darstellte.

Messung der Laufflächenbreite im Profil sowie der Formabweichung während des Teiletransports

Die beiden Module werden im niedersächsischen Werk in der Endkontrolle eingesetzt und sind dabei in den Arbeitstakt der Fertigung integriert. Der Ablauf ist wie folgt: Die in einer Säule übereinanderliegenden Ringe werden durch einen Schieber in Modul 1 eingeführt (Bild 2). Dort findet das Vermessen der Wanddicke, des Außendurchmessers sowie aller Segmente an jedem U-Flex-Ring mit einer Messunsicherheit von ±2,5 µm statt. Pro Ring sind das also rund 100 Messungen, die alle innerhalb einer bestimmten Spezifikation liegen müssen.

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Im Anschluss daran wird das Teil vom Modul 2 aufgenommen (Bild 3). Dort erfolgt — während des Transports von der Beladestation zur Entladestation an einem rotierendem Werkzeug — mit mehreren Kameras und einer Messunsicherheit von ±2,0 µm die Messung der Laufflächenbreite im Profil sowie der Formabweichung der einzelnen Segmente.

Dieser Messablauf war im Übrigen entscheidend für die Verwirklichung der geforderten Taktzeit von 4 s. Abschließend werden die Teile, ausgerichtet auf einer Transportpappe – jeweils 85 Ringe übereinander – abgelegt, wie sie letztlich auch zum Kunden geliefert wird. Ein Mitarbeiter bestückt Modul 1 und entnimmt die bestückten Transportpappen aus Modul 2. Alles andere läuft automatisch. Die beiden Schneider-Module haben zwar unterschiedliche Aufgaben, arbeiten aber zusammen. Während Modul 1 auf einer Standardlösung basiert, kommt bei Modul 2 eine Sonderkonstruktion mit speziellen Kameras zum Einsatz.

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