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| Redakteur: Ulrike Gloger

Über neue Kommunikationsformen im Servicebereich lassen sich Wartungszyklen optimal abstimmen, Ausfälle vermeiden, die Anlagenverfügbarkeit maximieren und letztlich auch Kosten einsparen. Das...

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( Archiv: Vogel Business Media )

Über neue Kommunikationsformen im Servicebereich lassen sich Wartungszyklen optimal abstimmen, Ausfälle vermeiden, die Anlagenverfügbarkeit maximieren und letztlich auch Kosten einsparen.Das Internet hat die Anforderungen an Unternehmen enorm gesteigert: Auf ihre Anrufe, Faxe oder E-Mails erwarten Kunden schnelle Reaktionen. Aus der gestiegenen Datenmenge müssen die relevanten Informationen gefiltert werden und vor allem müssen die Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf entscheidende Softwaretools wie Büroanwendungen, E-Mail-Programme oder Zeichen- und Simulationsprogramme haben. Und die dahinter stehende IT-Infrastruktur muss sich geänderten Volumina anpassen. „Alles in Echtzeit“ ist das Gebot der Stunde. Insbesondere für mittelständische Betriebe können diese Anforderungen zur Überlebensfrage werden. Dass im Mittelstand bei einigen Online-Anwendungen aber noch Nachholbedarf herrscht, zeigt eine Untersuchung von Techconsult (Bild). „Wir reden bei Unternehmen mit 50 bis rund 500 Mitarbeitern vom Mittelstand“, definiert SoftM-Vorstandsmitglied Ralf Gärtner diesen Markt, dessen Poten-zial für die Anbieter von Informationstechnik riesig ist: Rund 99,6% der 3,3 Mio. deutschen Unternehmen sind kleine und mittelständische Betriebe, von denen knapp die Hälfte der Investitionen stammt. Seit mehr als 25 Jahren ist IBM im Mittelstandsgeschäft tätig. „In Deutschland haben wir immerhin 30 000 mittelständische Kunden aller Branchen”, sagt Stefan Bürkli, Direktor des Bereichs für kleine und mittlere Un-ternehmen. Einer der langjährigen IBM-Kunden ist die Flender Loher GmbH. „Wir sind eigentlich das Objekt der Begierde für alle E-Business-Anbieter“, so Loher-Geschäftsführer Wolfgang Kurmis. Die hundertprozentige Flender-Tochter im oberbayrischen Ruhstorf rechnet sich mit 125 Mio. Euro Jahresumsatz und 920 Mitarbeitern zu den größeren Mittelständlern. „Und als solcher“, so Kurmis, „müssen wir uns der Informationstechnik stellen.” Dies sei bei den gegenwärtigen inländischen Auftragsproblemen besonders wichtig. „Wir müssen auf elektronischem Weg Kontakt zu Kunden herstellen, die wir sonst nicht bekämen.“ Ende 2002 wurde ein neues Server-Netz mit Telefonanlage installiert. Die Web-Kommunikation beinhaltet Unified Messaging: damit werden zum Beispiel hereinkommende Faxe als E-Mails dargestellt. Loher zählt zu den bedeutendsten Herstellern von Motoren und Umrichtern, die in der Industrie sowie bei Windkraftanlagen weltweit eingesetzt werden. Aufgrund der oft sehr weitläufigen Anlagen ist ein zusammenhängendes Servicenetz erforderlich. Deshalb können neue Umrichter-Gerätereihen über Modem oder Internet kommunizieren. Die Kunden haben zwei Wahlmöglichkeiten:- Die Antriebsdaten, Fehlermeldungen oder Anforderungen einer Wartung werden über einen Feldbus in die Leittechnik übertragen. Dabei fallen außer den reduzierten Hardware- nur geringe Softwarekosten an, weil der Datenaustausch nach dem genormten Profidrive-Protokoll erfolgt.- Die Daten werden direkt an eine Telefonleitung angebunden, wie es bei Aufzugsanlagen schon vielfach praktiziert wird.„Die Anbindung der Antriebstechnik an übergeordnete Leittechnik oder Internet wird künftig bei der Planung eine immer größer werdende Rolle spielen“, so Dr. Michael Seehuber, Leiter Systemtechnik. Bereits heute erwirtschaftet Loher 4 Mio. Euro Jahresumsatz mit Service und Wartung.