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Forschungsprojekt Kombikraftwerk 2 Sichere Stromversorgung nur mit erneuerbaren Energien möglich

| Redakteur: Stéphane Itasse

Drei Jahre lang hat das Forschungsprojekt Kombikraftwerk 2 die Netzstabilität und Sicherheit der Energieversorgung bei einer rein regenerativen Stromerzeugung erforscht. Die Ergebnisse zeigen, dass ein zukünftiges System allein auf Basis erneuerbarer Energiequellen die heute gewohnte Versorgungsqualität erbringen kann, wie die Agentur für Erneuerbare Energien am Freitag mitteilt.

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Deutschland kann komplett auf erneuerbare Energien setzen, wie eine Studie des Fraunhofer IWES zeigt.
Deutschland kann komplett auf erneuerbare Energien setzen, wie eine Studie des Fraunhofer IWES zeigt.
(Bild: Energiequelle)

Dass Erneuerbare Energien den deutschen Strombedarf komplett decken können, habe bereits 2007 das Vorgängerprojekt Kombikraftwerk 1 nachgewiesen. Zu einer sicheren Stromversorgung gehöre jedoch mehr als eine ausreichende Erzeugung. So muss die benötigte Energie auch dort produziert werden, wo sie verbraucht wird, beziehungsweise zum Verbrauchsort transportiert werden, wie es in der Mitteilung heißt.

Stromversorgung mit 100 % erneuerbaren Energien ganz genau simuliert

Dabei müssten im Netz bestimmte Parameter hinsichtlich Spannung und Frequenz eingehalten werden, ansonsten drohten Schäden an elektrischen Geräten oder sogar Stromausfälle. „Nachdem wir schon 2007 mit der Bedarfsdeckung durch ein regeneratives Kombikraftwerk viele Vorurteile widerlegen konnten, wollten wir uns nun einer neuen Herausforderung stellen und detailliert die Versorgungssicherheit einer rein auf erneuerbaren Energiequellen basierenden Stromerzeugung untersuchen“, erläutert Kurt Rohrig, stellvertretender Leiter des Fraunhofer IWES.

Das vom IWES geführte Projektkonsortium, welches hochrangige Partner aus Industrie und Wissenschaft vereine, entwickelte dazu laut Mitteilung ein räumlich einmalig hoch aufgelöstes Zukunftsszenario, in welchem viele Stromerzeuger und Verbraucher sogar standortgenau vermerkt sind. Dieses Szenario sei mit realen Wetterdaten durchgespielt worden, um für jede Stunde des Jahres einen exakten Zustand des Versorgungssystems untersuchen zu können.

IWES sieht Wind und Sonne als wichtigste Energieträger

Die wichtigsten Energieträger dieses Zukunftsszenarios seien Wind und Sonne, die mit 53 und 20 % gemeinsam knapp drei Viertel der gesamten Energieerzeugung beisteuerten. Weitere Erzeuger seien Bioenergie mit etwa 10 %, Wasser- und Geothermiekraftwerke sowie Batterien als Speicher und Gaskraftwerke, die aus mittels überschüssigem Wind- oder Solarstrom hergestelltem Methan sowie Biomethan gespeist würden. Auf Basis dieser Simulation hätten die Forscher den Bedarf an Systemdienstleistungen ermittelt und Berechnungen zur Systemstabilität sowie beispielsweise zum notwendigen Netzausbau angestellt.

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