Unternehmensmeldung Sicherheitsexperte Pilz ist für 2021 zuversichtlich

Trotz eines zweistelligen Umsatzrückgangs im Jahr 2020 auf 286,2 Mio. Euro ist das Unternehmen Pilz für 2021 zuversichtlich.

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Susanne Kunschert und Thomas Pilz sind als geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Pilz für 2021 zuversichtlich.
Susanne Kunschert und Thomas Pilz sind als geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Pilz für 2021 zuversichtlich.
(Bild: Pilz)

„Ich bin voller Vertrauen, dass wir das Jahr gut meistern!“, sagt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co.KG, anlässlich einer Online-Pressekonferenz. Die Unternehmensgruppe Pilz hat im Geschäftsjahr 2020 den weltweiten Krisen und Umbrüchen Rechnung tragen müssen: Das Unternehmen erzielte 2020 einen Umsatz von 286,2 Mio. Euro. das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 11,3 Prozent. Exportanteil und F&E-Quote stiegen. In die kommenden Monate schaut das Unternehmen voller Zuversicht und kraftvoll.

„Unsere Geschäftstätigkeit im letzten Jahr war insbesondere durch die durch Corona hervorgerufenen Krisen bestimmt: Wir blicken auf ein Jahr 2020 zurück, das unserem Unternehmen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr viel abverlangt hat. Aber es ist uns gelungen, uns gemeinsam gegen die Krisen zu stemmen und Stand zu halten. Dafür sind mein Bruder und ich dankbar“, erklärt Kunschert,

Nur moderat weniger Mitarbeiter trotz Umsatzrückgang

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Pilz Gruppe einen Umsatz von 286,2 Mio. Euro und damit 11,3 % weniger Umsatz als 2019. Die Mitarbeiterzahl weltweit betrug 2.440 Personen zum Stichtag 31.12.2020 und ist damit um 4,2 Prozent gesunken. In Deutschland ging die Mitarbeiterzahl um 3,4 Prozent zurück: Von 1.128 auf 1.091 (31.12.2020). Dieser Rückgang basiert ausschließlich auf Rentenabgängen und natürlicher Fluktuation. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise konnten vermieden werden.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen hat das Unternehmen seine Ausbildungsaktivitäten wie geplant fortgeführt: Alle Auszubildenden wurden nach Ende ihrer Ausbildung übernommen. 16 neue Azubis sind bei Pilz 2020 ins Berufsleben gestartet.

Als Ergebnis der verstärkten weltweiten Marketing- und Vertriebsaktivitäten konnte das Unternehmen seinen Exportanteil weiter steigern. Dieser liegt nun bei 75,2 Prozent (+ 0,9 Prozentpunkte gegenüber 2019).

F&E-Quote liegt bei über 21 Prozent

Pilz ist traditionell ein innovatives Unternehmen. Das bleibt auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten so: So hielt Pilz auch 2020 seine F&E-Quote weiter bei über 21 Prozent.

Aktueller Beleg der Innovationskraft ist die Markteinführung des Sicherheitsschaltgerätes Mypnoz Anfang 2021. Auf Basis eines durchgängigen digitalen Konzeptes könne Pilz mit diesem Produkt sichere Lösungen anbieten, die nach kundenspezifischen Anforderungen individuell in Losgröße 1 gebaut werden – im Sinne von Industrie 4.0. Für den Anwender biete das Gerät ein komplett neues digitales Kundenerlebnis mit Blick auf Auswahl und Konfiguration, Bestellung sowie Installation von Industriekomponenten. Offizielle Bestätigung erfuhr das neuartige Produkt kurz nach seiner Vorstellung: Im Rahmen der virtuellen Hannover Messe 2021 war das Sicherheitsschaltgerät als einer von drei Finalisten für den renommierten Hermes Award, den „Industrie-Oscar“, nominiert.

Prognosen für 2021 sind schwierig

Auch wenn sich die Auftragslage in den letzten Monaten stabilisiert hat, bleiben aufgrund der Corona-Pandemie genauere wirtschaftliche Prognosen für 2021 schwierig. „Dennoch blicke ich voller Zuversicht und kraftvoll auf 2021“, unterstreicht Susanne Kunschert.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt