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Hannover-Messe 2015 Sicherheitslösung für SPS-basierte Industriesteuerungen

| Redakteur: Franz Graser

Infineon Technologies und das Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) haben eine Lösung entwickelt, die Industriesteuerungen auf SPS-Basis (speicherprogrammierbare Steuerung) vor unerlaubtem Zugriff und Manipulation schützt. Die Lösung wird auf der Hannover Messe gezeigt.

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Infineon und Fraunhofer stellen auf der Hannover Messe 2015 eine Sicherheitslösung für SPS-basierte Industriesteuerungen vor
Infineon und Fraunhofer stellen auf der Hannover Messe 2015 eine Sicherheitslösung für SPS-basierte Industriesteuerungen vor
(Bild: Infineon)

Digitalisierung und zunehmende Vernetzung der Produktion erfordern deutlich höhere Sicherheitsstandards in der Industrieautomation als bisher. Denn IT-Angriffe durch Schadsoftware, fehlerhafte Firmware-Aktualisierungen oder gefälschte Bauteile können ganze Fertigungsstraßen zum Stillstand bringen und erhebliche Kosten verursachen.

In der digitalen Fabrik sind Systemintegrität und Datensicherheit essentiell wichtig

„Unsere Sicherheitslösung verbessert die Verfügbarkeit und Effizienz von Produktionsanlagen“, sagt Jürgen Spänkuch, Leiter des Bereichs Platform Security von Infineon Technologies. „Sie kann ohne großen Aufwand in Industriesteuerungen integriert werden und erhöht den Schutz vor IT-Angriffen und Manipulationen.“

Laut einer aktuellen Studie von PwC und Strategy&Survey soll allein die deutsche Industrie im Laufe der nächsten fünf Jahre über 80 Prozent ihrer Wertschöpfungskette digitalisieren und jährlich 40 Mrd. Euro in Industrie 4.0-Anwendungen investieren; die europäische Industrie jährlich gar 140 Mrd. Euro.

„In der digitalen Fabrik sind Systemintegrität und Datensicherheit essentiell wichtig“, sagt Steffen Zimmermann, Leiter Produkt- und Know-how-Schutz beim VDMA, dem größten Industrieverband Europas. „Die Sicherheitslösung von Infineon und Fraunhofer AISEC schützt Fertigungsanlagen, geistiges Eigentum und Prozess-Know-how. Das schafft Vertrauen in Industrie 4.0-Anwendungen und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.“

Die Sicherheitslösung besteht aus sogenannten hardware-basierten Vertrauens-ankern. Dies sind Sicherheitschips der OPTIGA Trust Produktfamilie von Infineon und ergänzende Software. Die Lösung lässt sich an die jeweiligen Kunden- und Anwendungsanforderungen anpassen.

Sicherheitschips erlaubt nur vertrauenswürdigen Bauteilen oder Maschinen Zugriff auf das System

Mit Hilfe der Sicherheitschips erhalten nur solche Bauteile oder Maschinen Zugriff auf das System, die sich eindeutig identifizieren lassen und so als vertrauenswürdig eingestuft werden. Gefälschte Ersatzteile oder unerlaubte Reparaturwerkzeuge können auf diese Weise erkannt und abgewiesen werden.

Darüber hinaus sichert die Lösung Programmiervorgänge vor Manipulation durch Schadsoftware oder fehlerhafte Software-Aktualisierung ab – ein Aspekt, der aufgrund steigender Fernwartung und Fernreparatur von Industrieanlagen an Bedeutung gewinnt. Die Sicherheitschips verschlüsseln und sichern die Daten; sie sind Geheimcode und Datentresor in einem. Die SPS-Programmierung, das geistige Eigentum und Prozess-Know-how sind vor Diebstahl gesichert.

Die von Infineon und Fraunhhofer entwickelte Lösung wird auf der Hannover-Messe 2015 in Halle 8 am Stand D08 des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) vorgestellt.

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