Suchen

Konzern-Umbau Siemens baut weltweit 4500 Stellen ab

| Redakteur: Robert Horn

Im Zuge des Konzernumbaus streicht Siemens weltweit weitere 4500 Stellen. Nach aktuellem Stand sind davon in Deutschland etwa 2200 Arbeitsplätze betroffen.

Firmen zum Thema

Siemens-Chef Joe Kaeser arbeitet weiter am Umbau des Konzerns. Besonders das schwierige Marktumfeld auf dem weltweiten Stromerzeugungsmarkt macht dem Unternehmen Probleme.
Siemens-Chef Joe Kaeser arbeitet weiter am Umbau des Konzerns. Besonders das schwierige Marktumfeld auf dem weltweiten Stromerzeugungsmarkt macht dem Unternehmen Probleme.
(Bild: Siemens)

Ein Jahr nach Vorstellung der Vision 2020 ist Siemens bei der Umsetzung des Konzeptes zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens voll auf Kurs. Siemens informierte wie angekündigt den Aufsichtsrat sowie das zuständige Gremium der Arbeitnehmervertreter über die nächsten geplanten Schritte zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität des Unternehmens. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft im Stromerzeugungsgeschäft der Division Power and Gas sowie ein Bündel weiterer Maßnahmen für die Sanierung der seit längerem ertragsschwachen Geschäfte. "Mit der Initiierung dieser Maßnahmen ist der strukturelle Umbau des Unternehmens in der Hauptsache abgeschlossen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Joe Kaeser.

In Deutschland erwischt es rund 2200 Siemensianer

Von dem Umbau sind weitere rund 4500 Arbeitsplätze weltweit, davon nach aktuellem Stand rund 2200 in Deutschland, betroffen. Siemens hatte im Februar 2015 zur Straffung von Verwaltungsfunktionen den Abbau von etwa 7800 Arbeitsplätzen weltweit, davon rund 3300 in Deutschland, angekündigt. Deren Anzahl reduziert sich nach Abschluss der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern auf rund 2900 betroffene Stellen in Deutschland.

In der Division Power and Gas plant Siemens unter anderem die Bündelung des Vertriebs, zusätzliche Investitionen in Forschung und Entwicklung in Höhe von rund 100 Mio. Euro, eine Optimierung der Portfoliostruktur sowie eine Verbesserung der Kostenposition.

Hintergrund der Maßnahmen ist das anhaltend schwierige Marktumfeld auf dem weltweiten Stromerzeugungsmarkt. Die Division Power and Gas hat hier unter anderem mit regulatorischen Änderungen, einem massiven Preisverfall, aggressiven Wettbewerbern und regionalen Überkapazitäten zu tun.

Schwache Geschäfte werden weiter saniert

Darüber hinaus informierte das Unternehmen über seine zusätzlichen Pläne zur Sanierung margenschwacher Geschäfte. Hierzu wurden über die bereits erfolgten Maßnahmen hinaus in den vergangenen Monaten mit den seit 1. Oktober 2014 Geschäftsverantwortlichen klare Ziele und Geschäftspläne vereinbart, die nun konsequent bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017 umgesetzt werden sollen. Siemens will dabei einen Schwerpunkt darauf legen, diese Geschäfte überwiegend selbst wirtschaftlich und nachhaltig in Ordnung zu bringen.

Die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Vision 2020 hatte zum Start des Geschäftsjahrs am 1. Oktober 2014 begonnen. Kernpunkte sind die Ausrichtung des Unternehmens auf die Wachstumsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung, die Fokussierung des Portfolios sowie die Umsetzung konkreter und nachhaltiger Maßnahmen zur funktionalen Effizienzsteigerung im Unternehmen.

(ID:43365990)