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3D-Druck Siemens PLM Software und Local Motors erarbeiten gemeinsam Zukunft der Fertigung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Siemens und Local Motors teilen die Vision von digitalisierter Konstruktion und Produktion und sind jetzt eine neue Partnerschaft eingegangen: Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Innovationen bei der Produktion voranzutreiben, indem die Entwicklung und der 3D-Druck von Autos in großem Maßstab optimiert werden.

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Siemens PLM Software und Local Motors teilen die Vision von digitalisierter Konstruktion und Produktion.
Siemens PLM Software und Local Motors teilen die Vision von digitalisierter Konstruktion und Produktion.
(Bild: Local Motors)

Die Partnerschaft vereint die Leistungsfähigkeit der Product Lifecycle Management (PLM)-Software von Siemens PLM Software mit der Fachkompetenz von Local Motors bei der Co-Creation und dem 3D-Druck von Fahrzeugen. Der Prozess nennt sich Direct Digital Manufacturing (DDM). Beide Unternehmen haben eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Produktentwicklung. Local Motors nutzt die Expertise von Siemens beim Erzeugen von „Digital Twins“, um sein innovatives Local Motors (LM) Labs Programm produktiver zu machen. Siemens verspricht sich im Gegenzug von der Zusammenarbeit, seine Software-Suite für das digitale Unternehmen zu erweitern, um die neuesten Entwicklungen in den Bereichen additive Fertigung und 3D-Druck zu unterstützen.

Innovationszyklen beschleunigen

„Wir sind seit 2011 Partner von Siemens. Heute bringen wir unsere Zusammenarbeit auf die nächste Ebene, indem wir unserer Co-Creators Community noch schnellere Innovationszyklen ermöglichen“, sagt Jay Rogers, CEO von Local Motors. „Wir haben das weltweit erste gemeinschaftlich hergestellte und 3D-gedruckte Fahrzeug entwickelt. Jetzt bietet unser LM Labs Programm Co-Creators auf der ganzen Welt eine Möglichkeit, die Zukunft des Transportwesens mitzugestalten – sowohl on- als auch offline. LM Labs ist offen für jeden und hilft klugen Köpfen dabei, neue Technologien zu erarbeiten, die die Welt braucht. Wir konzentrieren uns in erster Linie darauf, Fahrzeuge zu entwickeln. Aber LM Labs ist ein Ort, an dem die Community jede Technologie weiterbringen kann.“

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Mehr Produktivität in der Konstruktion

Solid Edge von Siemens, eine Mainstream-Software für Computer-aided Design (CAD), ist bei Local Motors seit mehreren Jahren im Einsatz und ein Eckpfeiler des Co-Creation-Modells. Die Synchronous Technology von Siemens versetzt Local Motors in die Lage, unterschiedlichste CAD-Modelle von Konstrukteuren aus der ganzen Welt in Solid Edge zu importieren und diese dort ganz einfach zu bearbeiten.

Die neue Partnerschaft erweitert den Einsatz von Solid Edge. Zusätzlich wird die Software NX zusammen mit dem Fibersim-Portfolio allen Einrichtungen von Local Motors weltweit zur Verfügung gestellt. NX ist eine umfassende Lösung für Computer-aided Design, Manufacturing und Engineering Simulation(CAD/CAM/CAE), Fibersim ist ein Software-Portfolio für Konstruktionen mit Verbundwerkstoffen. Die erweiterte Nutzung der Digital Enterprise Software von Siemens macht es für Local Motors und seine Co-Creator-Community möglich, Digital Twins zu verwenden. Dadurch werden Produktkonstruktion und DDM produktiver; die Qualität steigt.

Schlanke Prozesse dank DDM und Digital Twins

DDM und Digital Twins sparen Zeit, senken Kosten und steigern die Qualität, indem die Konstruktions- und Produktionsprozesse zusammengefasst und schlanker gestaltet werden. Der DDM-Prozess nutzt Technologien für additive Fertigung inklusive 3D-Druck; Teile entstehen direkt aus 3D-Modellen. Mit DDM sind keine Werkzeuge mehr erforderlich; Verzögerungen zwischen Konstruktion und Produktion entfallen, und Änderungen an der Konstruktion werden einfacher.

Die Softwaretechnologie von Siemens für den Digital Twin verknüpft Konstruktion und Fertigung: Virtuelle Modelle entstehen, die die Form, Funktion und Leistung eines Produktes und seines Produktionssystems präzise nachbilden. Diese Digital Twins mit ihrer hohen Genauigkeit versetzen Ingenieure in die Lage, die Funktionen des Produktes und des Herstellungsprozesses in der virtuellen Welt zu testen. So können sie die Leistung in der realen Welt vorausberechnen und optimieren.

„Siemens setzt Schwerpunkte auf Initiativen wie Industrie 4.0, das Industrial Internet of Things, Big-Data-Analysen, Cloud Computing und viele weitere. Dadurch weisen wir den Weg zu einer besseren Zukunft der Fertigung“, sagt Dr. Helmuth Ludwig, Executive Vice President, Chief Digital Officer, Siemens PLM Software. „Aus dieser Führungsposition heraus erkennen wir die wachsende Bedeutung additiver Herstellungsverfahren und des 3D-Drucks für die produzierende Industrie weltweit. Deshalb gehen wir gerne Partnerschaften mit innovativen Unternehmen wie Local Motors ein, die den Weg für 3D-Druck in großem Maßstab ebnen. Durch die enge Zusammenarbeit können wir diese Technologie mit voranbringen, damit alle Hersteller Innovationen besser umsetzen können.“

Wie es weitergeht

Local Motors plant, im laufenden Jahr drei neue Anlagen zu eröffnen. Dort wird es LM Labs mit Software von Siemens geben. Siemens PLM Software plant, alle drei LM Labs als Sponsor zu unterstützen. Eine Forschungseinrichtung mit Showroom und Vorführeinrichtung wird nach dem derzeitigen Plan diesen Sommer in National Harbor, Maryland, nahe Washington DC seine Pforten öffnen. Kurz nach der Eröffnung in National Harbor wird eine Forschungseinrichtung in Berlin sowie eine voll ausgestattete DDM-Mikrofabrik in Knoxville, Tennessee, entstehen. Die Mikrofabrik in Knoxville soll Local Motors als Hauptsitz für die Entwicklung und Konstruktion von 3D-gedruckten Fahrzeugen dienen. (mz)

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