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EMO Hannover 2017

Siemens und Comau arbeiten zusammen

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Siemens geht eine Kooperation mit italienischem Roboterhersteller Comau ein und stellt das gemeinsam entwickelte Produkt Sinumerik Run Myrobot/Directcontrol auf der EMO Hannover 2017 vor.
Siemens geht eine Kooperation mit italienischem Roboterhersteller Comau ein und stellt das gemeinsam entwickelte Produkt Sinumerik Run Myrobot/Directcontrol auf der EMO Hannover 2017 vor. (Bild: Siemens)

Siemens geht mit dem Roboterhersteller Comau eine Kooperation ein. Als Ergebnis zeigt Siemens auf der EMO 2017 eine in die CNC integrierte Roboterkinematik.

Das Unternehmen Siemens, das vergangene Woche bekanntgab, eine Kooperation mit dem italienischem Roboterhersteller Comau einzugehen, stellt das gemeinsam entwickelte Produkt Sinumerik Run Myrobot/Directcontrol auf auf seinem Messestand auf der EMO Hannover 2017 vor. Damit ist es möglich, die Roboterkinematik vollständig in eine CNC zu integrieren. Die Sinumerik steuert also auf Basis komplexer Algorithmen die Mechanik von Gelenkarmrobotern direkt, ohne separate Robotersteuerung.

Ganz neu ist das für Siemens nicht:

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Maschinensteuerung

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Direkt gesteuerte Roboterarme

Durch die Directcontrol-Lösung übernimmt die CNC neben der Antriebsregelung des Roboterarms auch robotertypische Sicherheitsfunktionen. Die Programmierung des Roboters erfolgt laut Siemens rein über die Sinumerik. Durch die direkt gesteuerten und in die CNC-Regelkreise eingebundenen Roboterarme werde sowohl die Bahn- und Positioniergenauigkeit sowie die Zuverlässigkeit verbessert, als auch die Dynamik bei robotergestützten Bearbeitungsaufgaben erhöht, heißt es. Damit könne der Roboter anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben übernehmen. Darüber hinaus würden die Anwender von einer kompakten Hardware, einfachem Engineering und schneller Inbetriebnahme profitieren. Die Fertigungsbereiche Additive Fertigung, Fiber Placement, Zerspanung sowie CFK- und Laserbearbeitung sollen besonders von der Sinumerik Run Myrobot/Directcontrol profitieren.

Der größte Unterschied zwischen bisherigen Lösungen und der Directcontrol bestehe darin, dass bisher die Maschinensteuerung mit der Robotersteuerung kommunizieren musste. Das habe sich nun dahingehend geändert, dass die Directcontrol alle Aufgaben, die bisher der dezidierten Robotersteuerung zukamen, übernimmt. Abgesehen davon seien sämtliche Funktionalitäten aller bisherigen Run-Myrobot-Varianten darin enthalten. In der Folge ermögliche die Lösung, den Roboter nicht nur dynamischer einzusetzen, sondern auch straffer zu führen. Das verbessere die Fähigkeit zur hauptzeitparallelen Bearbeitung.

Die gesamte Konfiguration für die von Directcontrol unterstützten Roboterarme sei im Siemens-Projektierungstool Sizer hinterlegt. Dadurch werde sowohl die Projektierung, als auch die Roboterinbetriebnahme sehr komfortabel gestaltet. Vom Roboterhersteller Comau bereitgestellte Datensätze zur jeweiligen Mechanik werden in einen Kanal der Sinumerik-CNC eingespielt, heißt es weiter.

Schon heute sehen, wie morgen produziert wird

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Auch das weitere Engineering werde praxisgerecht unterstützt. Zu den Directcontrol-geeigneten Roboterarmen von Comau gebe es digitale Zwillinge für die Arbeit in NX CAM Robotics. Mit dem kinematischen 3D-Robotermodell und dem virtuellen NC-Kern Sinumerik VNCK werden die in der CAD-CAM-Kette erzeugten Teileprogramme realitätsnah simuliert, so Siemens. Zu der einfachen Bedienung kämen weitere Vorteile wie der geringere Platzbedarf durch wegfallende Hardwarekomponenten, reduziertes Investment, Einsparungen beim Bevorraten von Ersatzteilen und eine erhöhte Verfügbarkeit durch eine Verkürzung der Ausfallzeit (Mean Time Between Failures, MTBF).

Firmenprofil Siemens

Siemens auf der EMO Hannover 2017: Halle 25, Stand D60

Weitere Infos zur EMO Hannover 2017

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