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Hannover-Messe 2018 Siemens zeigt: Digitalisierung ist keine Option sondern eine Notwendigkeit

Redakteur: Stefanie Michel

Die Digitalisierung wird auch in diesem Jahr den Messeauftritt von Siemens auf der Hannover-Messe 2018 beherrschen, doch diesmal dargestellt an konkreten Beispielen.

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Für Jan Mrosik ist Digitalisierung essenziell: „Die Digitalisierung ist nötig, um das Geschäft überhaupt am Leben halten zu können.“
Für Jan Mrosik ist Digitalisierung essenziell: „Die Digitalisierung ist nötig, um das Geschäft überhaupt am Leben halten zu können.“
(Bild: Stefanie Michel)

Wie Jan Mrosik, CEO der Division Digital Factory betont, ist Siemens das einziges Unternehmen im Markt, das seine Kunden durch ihre komplette Wertschöpfungskette digital unterstützen kann.

Als Basis für die Umsetzung dient das PLM-System Teamcenter als Kollaborationsplattform, das auch Zulieferer und Logistik einbindet. Die Produkte, die Prozesse in der Fertigung und auch die Performance der realen Produkte werden zudem als digitale Zwillinge abgebildet, sodass man frühzeitig testen, einrichten und optimieren kann.

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Siemens zeigt, dass die Digitalisierung der Wertschöpfungskette Wettbewerbsvorteile durch höhere Flexibilität, Effizienz und Qualität ermöglicht. Mrosik geht sogar noch weiter: „Die Digitalisierung ist nötig, um das Geschäft überhaupt am Leben halten zu können.“ Am Beispiel des Werks in Amberg habe man das selbst miterlebt. Das Werk wurde 1990 mit 1200 Mitarbeitern eröffnet. Diese Anzahl konnte gehalten werden, aber die Anzahl der produzierten Varianten und Produkte wurde um Faktor 10 gesteigert. Das ist möglich mit den digitalen Zwillingen, dem cloudbasierten IoT-Betriebssystem Mindsphere und den Automatisierungskomponenten von Siemens.

Konkrete Beispiele zeigen Nutzen von Digitalisierung

Unter dem Motto „Digital Enterprise – Implement now“ sollen die Messebesucher am Stand anhand von Beispielen erleben können, wie das alles tatsächlich funktioniert. So wird beispielsweise der digitale Zwilling einer Brauerei ebenso zu sehen sein, wie das physische Modell einer chinesischen Werkzeugmaschine, die über einen digitalen Zwilling in Deutschland bereits simuliert und eingerichtet wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts wird die additive Fertigung sein. Siemens ist nach eigenen Angaben der weltweit einzige Anbieter von integrierten Software- und Hardwarelösungen für jede Phase der Wertschöpfung im Bereich additiver Fertigung. Für Anwender bedeutet das, dass die gesamte digitale Prozesskette in einer integrierten Softwareumgebung abgebildet wird. Die Tools für Entwicklung, Simulation, Produktionsvorbereitung und 3D-Druck sind in einem durchgängigen System zusammengefasst und sind über eine einheitliche Benutzeroberfläche bedienbar.

Siemens auf der Hannover-Messe 2018

Neue Version von Mindsphere verfügbar

Außer den Showcases wird Siemens auch zahlreiche neue beziehungsweise weiterentwickelte Produkte vorstellen. So wird die Mindsphere Version 3.0 verfügbar sein – jetzt auf Amazon Web Services (AWS). Diese Version soll eine leistungsfähigere Entwicklungsumgebung bieten sowie zusätzliche Analysefunktionen und eine erweiterte Konnektivität.

Zudem zeigt Siemens eine Reihe neuer Apps rund um die Automatisierung mit Simatic-Systemen. Die neuen Simatic Mind-Apps Machine Monitor, Notifier und Performance Monitor sind spezielle Applikationen für Mindsphere, mit denen Anwender die Vorteile cloudbasierter Services nutzen und Mehrwert generieren können. Die Simatic Mind-Apps lesen relevante Daten von Produktionsmaschinen oder Anlagen zur Analyse aus, verarbeiten diese zu aussagefähigen Informationen, stellen sie in Dashboards dar oder nutzen sie zur intelligenten Alarmierung und Meldungsdarstellung.

Siemens auf der Hannover-Messe 2018: Halle 9, Stand D35 (Hauptstand); Halle 6, Stand J30 (Siemens Industry Software); Halle 27, Stand H74 (Energy)

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