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Singapur punktet als Standort für den Einstieg in die Asean-Region

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Asean-Wirtschaftsgemeinschaft dürfte ab Ende 2015 für weiteren Schub sorgen

Einen weiteren Schub erwartet der Volkswirt Ende 2015: Dann tritt die AEC (Asean Economic Community) in Kraft, die Liberalisierung des Handels und der Wirtschaft wird abgeschlossen. Das werde auch Freizügigkeit für ausgebildete Arbeitskräfte bringen und eine einheitliche, vereinte Produktionsbasis schaffen. „Es wird dennoch keine schnelle Veränderung über Nacht geben“, warnt Incalcanterra vor voreiligen Hoffnungen: Die Asean arbeite im Konsens, Entwicklungen könnten etwas dauern

Viele Möglichkeiten für ein Engagement in der Asean-Region sieht auch Ivan McAdam O’Conell, Senior Vice President & Europe Team Head des International Subsidiary Banking von HSBC in Singapur: „Asean kann sowohl Low-cost-als auch High-cost-Produktionsstandort sein, möglich sind dort zudem F&E, Beschaffung oder ein regionales Hauptquartier.“ Manche Unternehmen integrierten Supply-Chains durch die Asean-Region und nutzten Vorteile jedes Standorts. Singapur sieht er als idealen Einstiegsort für deutsche Unternehmen. Manchmal könne auch ein Eintritt in zwei Märkte gleichzeitig besser sein mit der Produktion in Malaysia oder Indonesien und der Zentrale in Singapur. Für High-End-Manufacturing sei der Stadtstaat ideal, Low-cost-Produktion aber eher in anderen Asean-Ländern interessant.

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Singapur als Standort für zentrale Aufgaben in der Asean-Region geeignet

Wie die Arbeitsteilung in der Region funktionieren kann, erläuterte er am Beispiel eines international tätigen Unternehmens. Es hatte ein regionales Beschaffungs- und Fakturierungszentrum in Singapur errichtet und von dort aus die Währungsrisiken zentral gemanaged. Laut Mc Adam O’Conell ermöglicht der dortige Markt einen Ausgleich der unterschiedlichen Währungsrisiken. Zusammen mit der Bank habe das Unternehmen ein Programm zur Finanzierung der Zulieferungen aufgesetzt – in Singapur sei das kostengünstig zu finanzieren. Dadurch habe sich der Einsatz des Working Capital verbessert. Die Forderungen seien ebenfalls in Singapur gepoolt und an die Bank verkauft worden.

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