Industrie 4.0 SKF modernisiert Schweinfurter Großlagerfertigung für 15 Millionen Euro

Redakteur: Stefanie Michel

Erst im November gab SKF eine Investition von 15 Mio. Euro in die Zylinderrollenlager-Fertigung in Schweinfurt bekannt. Jetzt bekam der Standort auch den Zuschlag für eine Investition für die Großlagerfabrik in gleicher Höhe.

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Die Großlagerfertigung in Schweinfurt wird mit 15 Mio. Euro fit für die digitalisierte und vernetzte Produktionszukunft gemacht.
Die Großlagerfertigung in Schweinfurt wird mit 15 Mio. Euro fit für die digitalisierte und vernetzte Produktionszukunft gemacht.
(Bild: SKF/Dietmar Seidel)

SKF setzt mit dieser Entscheidung konsequent den Weg in Richtung Industrie 4.0 fort und verbessert so die Wettbewerbsfähigkeit der Großlagerproduktion. Zentraler Teil der Maßnahme ist die Installation eines neuen automatisierten Produktions-Channels für die Hartbearbeitung. Kombiniert mit aktuellsten Lösungen für die Vernetzung und Digitalisierung der Anlagen soll dies die Durchlaufzeit in der Produktion halbieren und Rüstzeiten minimieren. Vor allem bei der Produktion kleinerer Losgrößen erwartet SKF dadurch eine deutlich höhere Flexibilität. Die Maßnahme wird bis 2018 umgesetzt sein.

Produktion in Europa stärken

Für Luc Graux, im Konzernmanagement weltweit für die Lagerfertigung verantwortlich, ist die Investition ein logischer Schritt: „Wir treiben so konsequent unsere Strategie voran, weltweit bei unseren wichtigsten Produktlinien ältere, weniger wettbewerbsfähige Technologien durch erstklassige Fertigungs-Channels zu ersetzen. Die Investition ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir unsere Produktionsbasis in Europa und speziell in Deutschland stärken wollen.“

Martin Johannsmann, seit Januar Vorsitzender der Geschäftsführung der SKF GmbH, sieht darin eine große Chance für den Standort Schweinfurt. „Nach der Zylinderrollenlagerfertigung wird nun ein weiteres wichtiges Werk hier am Standort Schweinfurt technologisch fit für die Zukunft gemacht."

Investitionen im Hinblick auf Industrie 4.0

Betriebsratsvorsitzender Norbert Völkl begrüßt ebenfalls diese Entscheidung: „Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass diese notwendigen Investitionen auch im Hinblick auf Industrie 4.0 nach Schweinfurt kommen. Ein weiteres wichtiges Kriterium für dieses positive Signal an den Standort Deutschland war sicher auch der gute Standard bezüglich Qualifikation und Flexibilität unserer Belegschaft.“

Schweinfurt ist der größte SKF Produktionsstandort in Europa. Mit dem Bau des Großlagerprüfstandes für rund 40 Mio. Euro und der Modernisierung der Zylinderrollenlagerfertigung sowie der Großlagerproduktion (jeweils 15 Mio. Euro) setzt SKF nun die dritte Großinvestition für Schweinfurt innerhalb weniger Monate um.

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