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Packmittel

Smart verpackt mit und ohne Elektronik

06.03.2009 | Redakteur: Bernd Maienschein

RFID-Chips auf Verpackungen – noch ist das Szenario Zukunftsmusik. Aber dank organischer Elektronik könnten sich die Kosten verringern, weil aufgedruckte Chips nur einen Bruchteil kosten.Bild: Siemens
RFID-Chips auf Verpackungen – noch ist das Szenario Zukunftsmusik. Aber dank organischer Elektronik könnten sich die Kosten verringern, weil aufgedruckte Chips nur einen Bruchteil kosten.Bild: Siemens

Smart steht oftmals für die Integration von Elektronik, die aus einem einfachen Produkt ein smartes macht. Doch smart bedeutet zunächst einmal: intelligent oder clever. Deshalb verbirgt sich hinter dem Stichwort „Smart Packaging“ eine Vielzahl von intelligenten Verpackungslösungen – teils mit, teils ohne Elektronik.Claudia Treffert

Beutel, Boxen, Folien, Hauben, Kartons, Säcke, Schachteln: Ein Blick auf die Websites der beiden Wettbewerber Rajapack, Birkenfeld, und Ratioform, Pliening, gibt einen Eindruck von der Vielfalt der am Markt erhältlichen Packmittel. Dennoch nur einen kleinen Eindruck, denn Packmittel wie Ampullen, Dosen, Fässer, Netze und vieles mehr fehlen. In Bezug auf Transport- und Versandverpackungen ist das Angebot der Versandhändler allerdings beeindruckend umfangreich. Es zielt insbesondere auf Kunden, die eher kleine Mengen an Packmitteln benötigen – und die sie dort finden.

„Wir halten allein 400 unterschiedliche Abmessungen an Kartonagen vor“, sagt Ulf Heber, Produktmanager und Prokurist beim Unternehmen aus Pliening. „Da ist in der Regel die passende Größe dabei.“ Kartonagen – also Faltkartons aus ein- beziehungsweise mehrwelliger Wellpappe oder Faltschachteln – zählen bei den Versandhändlern nach wie vor zu den am meisten nachgefragten Produkten.

Doch auch Kunststoffboxen im Programm zu haben, sei absolut wichtig, um sie alternativ zu Well- beziehungsweise Vollpappe anzubieten, meint Heber. Nicht nur weil es gegensätzliche Überzeugungen bezüglich des optimalen Materials gebe. Vielmehr hat jedes Material seine Stärken, und Kunden, die dies berücksichtigen, entscheiden sich je nach Verpackungs- oder Transportaufgabe für die ökonomisch und ökologisch günstigere Variante.

Intelligente Verpackung ist Zukunftsmarkt für die Branche

Die kann in dem einen Fall Wellpappe heißen, in einem anderen Kunststoff, Karton oder Holz. Doch Heber weiß aus Erfahrung mit Kunden, die mehr suchen als eine einfache Faltkiste: „Gerade bei komplexen Aufgaben wird die Einstoff-Verpackung durch eine aus Materialkombinationen ersetzt.“ Solche Verpackungssysteme erfüllen meist mehrere (Schutz-)Funktionen, sollen das Handling erleichtern – vom Ab- bis zum Auspacken –, sollen zur Kundenbindung beitragen und Kaufanreize bieten. Oft all das zusammen und etwas mehr.

Smart Packaging, intelligentes Verpacken, lautet das Stichwort. „Für die Wellpappenproduzenten sehe ich hierin einen Markt mit deutlichem Wachstumspotenzial“, erklärt dazu der Geschäftsführer des Verbandes der Wellpappen-Industrie (vdw), Oliver Wolfrum. Bei Pro Carton kann man das für die eigene Branche nur bestätigen, genauso wie bei der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK). Wobei die Vorstellungen, was unter „Smart Packaging“ konkret zu verstehen ist, durchaus voneinander abweichen.

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