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Smart verpackt mit und ohne Elektronik

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Eine ziemlich einleuchtende Definition geben die Autoren der Website „www.smartpackaging.co.uk“. Für sie steht „smart“ gleichbedeutend mit „clever“ oder „neat“ (geschickt), wobei eine wirklich sinnvolle Funktionalität gegeben sein müsse und nicht nur „gimmickry“ – Effekthascherei. Um sicherzugehen, dass sie richtig verstanden werden, ergänzen sie ihre Definition um zwei Kategorien.

RFID-Chips machen aus einer normalen Verpackung eine smarte

So macht zum einen die Integration von Elektronik, beispielsweise RFID-Chips, aus einer normalen Verpackung eine smarte. Zum zweiten sorgen Mehrwert bietende Attribute für den Wechsel zum Smarten. Das könnten – so sagen sie – einfache Design-Elemente sein oder mechanische, chemische, elektrische oder elektronische Funktionen, die die Benutzerfreundlichkeit oder die Effektivität der Verpackung verbessern. Ergänzen ließen sich hier noch die geschickte Materialauswahl und eine aufgabengerechte Konstruktion.

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Besonders durch die zweite Kategorie sieht man bei der Thimm-Gruppe die eigene Definition von Smart Packaging bestätigt. Es komme allerdings nicht darauf an, eine Verpackung herzustellen, die alles kann. Vielmehr gelte es, eine Lösung zu entwickeln, die die gewünschten Kundenanforderungen optimal verknüpft. „Je mehr Verknüpfungen sie gewährleistet, um so funktionaler und ,intelligenter’ – also werthaltiger – ist die Verpackung“, ist Jürgen Düvel, Geschäftsführer von Thimm Schertler Verpackungssysteme, Nordhausen, überzeugt.

Ihr „Können“ entfaltet die Verpackung immer in Kombination mit dem Prozess, den sie durchläuft, und den Menschen, die diesen Prozess beherrschen. Nur dieses Zusammenspiel führt zu einer wirklich intelligenten Lösung, von der alle Beteiligten profitieren. „Und die Nachfrage nach solchen Lösungen ist groß.“ Je werthaltiger und komplexer das Produkt, umso größer.

Zwei Beispiele aus zwei Geschäftsbereichen der Gruppe unterstreichen das Gesagte. So ermöglicht es ein aus einer Materialkombination von Wellpappe, Holz und Polsterschäumen bestehendes Verpackungssystem dem Kunden, seine medizinische Apparatur überall auf der Welt sicher, zeitnah und umweltgerecht zum Einsatz zu bringen. Für das Einhalten von Sicherheitsstandards im internationalen Transportwesen sorgen zertifizierte Holzarten. Diese plus die anderen Materialien bringen vergleichsweise wenig Gewicht auf die Waage. Das optimiert die Fracht, wobei während des Transports mögliche Erschütterungen dank gezielter statischer Berechnungen keinen Schaden anrichten können.

Konstruktive Lösung spielt die Hauptrolle

Beim zweiten Beispiel nimmt die konstruktive Lösung die Hauptrolle ein. Denn die Verpackung für die Nahrungsmittelindustrie beziehungsweise den Einzelhandel verbirgt eine trickreiche Mechanik in ihrem Inneren. Das Warenvorschubsystem ist integraler Bestandteil der Umverpackung, die sich im Verkaufsregal genauso wie in der Zweitplatzierung einsetzen lässt.

Dank des einfachen und funktionalen Mechanismus bleiben die in der Verpackung präsentierten Produkte immer sichtbar und für den Käufer leicht entnehmbar. Dabei muss es nicht immer Schokolade sein. CDs, Faltschachteln, Beutel oder Blister können ebenso präsentiert werden. Ein zusätzliches Plus kommt hinzu: Der Warenvorschub sorgt für ein geordnetes Erscheinungsbild im Regal, was den Kaufanreiz fördert und – nicht zu vergessen – die Regalpflege reduziert.

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