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Antriebsinnovationen

Smarte Motorschieber mit Kraft und Umweltschon-Effekt

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Trotz höherer Anschaffungskosten, schnell rentabel

Die Anschaffungskosten für einen elektromechanischen E-Motorschieber sind zwar vergleichsweise höher, doch relativieren sie sich schnell, wenn man zu den reinen Anschaffungskosten des hydraulischen Systems, noch die Kosten für die benötigten Hydraulikaggregate bedenkt. Zu diesen Kosten kommen vor allem teure und mechanisch aufwendig zu verlegende Hydraulikleitungen und andere Bauteile hinzu, wie Verrohrungen, Steuerventile, Filter, Dichtungen und Pumpen, die häufig nicht zu den Kosten für die Betrieb der hydraulischen Systeme gezählt werden. Unter Berücksichtigung dieses Aufwandes aber, erscheinen die höheren Kosten für einen elektromagnetischen Schieber in einem deutlich positiveren Licht. Betrachtet man die gesamten Anschaffungskosten über den Lebenszyklus einer Maschine, rechtfertigen E-Motorschieber, von den rein technischen Eigenschaften einmal abgesehen, allein schon die höheren Anschaffungskosten. Durch die Energieeinsparungen während des Betriebes, amortisiert sich der E-Motorschieber trotz höherer Anschaffungskosten bereits in den ersten beiden Jahren.

Drei Hauptfaktoren bestimmen die Einsparpotenziale:

  • 1. Während elektrische Systeme nur für die Bewegung aktiv Energie benötigen, müssen hydraulische Systeme für die Bereitstellung von Druck wesentlich mehr Energie für die gleiche Bewegung aufwenden. Bei einfachen Vergleichen benötigt die Hydraulik, etwa viermal mehr Energie als die Elektromechanik.
  • 2. Der Betrieb elektromechanischer Systeme kennt weder Druckverluste, geplatzte Leitungen, verschmutzte Ventile noch den erforderlichen Ölwechsel für die hydraulischen Systeme. Die Verteilung der elektrischen Energie auf die Aktuatoren sowie deren Steuerung benötigt im Gegensatz zur Hydraulik keinerlei Pflege und Wartung während des Betriebes, berücksichtigt man die Stillstandzeit, ein nicht unwesentlicher Vorteil.
  • 3. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Anpassungsfähigkeit der elektromechanischen Systeme. Diese begründet sich nicht nur in den unterschiedlichen Varianten der mechanischen Baugruppen, sondern besonders auch in den nahezu unlimitierten Möglichkeiten der digitalen Antriebssteuerung. Eine flexible Positionierung, veränderliche Geschwindigkeitsregelung und die Regelung der Axialkraft lassen sich mit bekannten hydraulischen Systemen nur mit hohem Aufwand erreichen. Durch diese Flexibilität können Lösungen perfekt auf den entsprechenden Anwendungsfall zugeschnitten werden. Zudem benötigen industrielle Fertigungssysteme mit den Anforderungen der Industrie 4.0, kontinuierliche Informationen über deren Prozesse, sowie über den Zustand der verwendeten Maschinen. Dies sind Eigenschaften, denen die hier vorgestellten E-Motorschieber, in besonderem Maße gerecht werden.

Antriebsalternative macht ein gutes Gewissen

Industrielle Fertigungssysteme sowie Werkzeuge, die zukünftig in der Welt der Industrie 4.0 integriert werden, benötigen auch innovative Antriebselemente, welche durch entsprechende Informationen den Zustand der jeweiligen Anlagen und Werkzeuge kontinuierlich anzeigen. Die hier vorgestellten E-Motorschieber sind dazu im Stande und sie können hohe Druckkräfte besser als hydraulische Schieber aufbauen. Dem Maschinenbetreiber bietet sich dabei die Möglichkeit Maschinen kontinuierlich zu überwachen und die Maschine noch vor einem Ausfall für den Service vorzusehen, damit die Ausfallzeit nicht zu groß wird und eingeplant werden kann.

Bildergalerie

Gleichzeitig werden nicht nur diverse Kosten eliminiert, sondern auch die Umwelt durch einen deutlich niedrigeren CO2-Ausstoß entlastet. Der E-Motorschieber kann also mit Recht auch als eine gute Unterstützung zur Dekarbonisierung der Umwelt betrachtet werden. Hier noch ein kleines Video, das die System auch im Einsatz zeigt. MM

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