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Industrie 4.0

Smartphone-Eigenschaften machen Maschinen leichter bedienbar

| Autor/ Redakteur: Lisa Ramer / Stéphane Itasse

Bei Industrie 4.0 geht es nicht nur um eine verstärkte Kommunikation der Maschinen untereinander – ein zentraler Punkt ist auch die Schnittstelle zum Menschen: Maschinen müssen daher in Zukunft einfacher zu bedienen sein, das ist auch Thema auf der Automatica 2014. Die heutige Kommunikationselektronik dient dafür als Vorbild.

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Ob Touch-Funktionalität, der Einsatz von Gestensteuerung oder App-Strukturen: Der Mensch hat sich durch die Verbreitung der Smartphones und Tablet-PCs an diese Bedienoberflächen gewöhnt.
Ob Touch-Funktionalität, der Einsatz von Gestensteuerung oder App-Strukturen: Der Mensch hat sich durch die Verbreitung der Smartphones und Tablet-PCs an diese Bedienoberflächen gewöhnt.
(Bild: Vodafone)

„Das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine ist der am meisten missverstandene Aspekt beim Thema Industrie 4.0“, berichtet Michael Bernas, Head of Future Projects der Festo AG. Viele befürchten, dass der Einzug des Internets in den Produktionsalltag zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen wird. „Doch genau das Gegenteil wird passieren: Der Mensch steht künftig wieder im Mittelpunkt des Geschehens“, so Bernas. Denn mit der zunehmenden Komplexität könne nur der Mensch umgehen. „Auch in Zukunft kommt daher dem Mitarbeiter die zentrale Rolle in der Produktion zu.“

Maschinen müssen den Menschen stärker unterstützen

Allerdings müssen die Maschinen ihm helfen, die Komplexität und die Datenflut zu überblicken. In Zukunft müssen Maschinen den Menschen stärker in seiner Arbeit unterstützen, fordert Bernas. „Alle Prozesse, die der Mensch heute mühsam per Hand steuern muss, erledigt für ihn künftig die Maschine. Zudem liefern die Maschinen den Menschen sämtliche Daten und Fakten, die sie für ihre Arbeit benötigen.“ Dafür muss sich aber die Benutzerschnittstelle, das Human Machine Interface (HMI), wandeln. Die Maschine von Morgen muss einfach und intuitiv zu bedienen sein. Zudem darf der Bediener nicht mit Informationen überfrachtet werden, sondern sollte passgenaue Daten zur Verfügung gestellt bekommen: „Anstatt Masken mit Tausenden von Befehlen vor sich zu haben, bekommt der Mitarbeiter dann genau die Informationen, die relevant sind.“

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