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Future Work Lab

So arbeiten wir in Zukunft

| Autor / Redakteur: Andrea Gillhuber / Andrea Gillhuber

KPI-Dashboard für Meister: Daten in Echtzeit. Für die tägliche Verbesserungsarbeit im Shopfloor-Management stehen in Zukunft Daten in Echtzeit zur Verfügung. So können die Mitarbeiter in der Produktion Probleme direkt erkennen und die Wirkung neuer Lösungen sofort erfahren.
KPI-Dashboard für Meister: Daten in Echtzeit. Für die tägliche Verbesserungsarbeit im Shopfloor-Management stehen in Zukunft Daten in Echtzeit zur Verfügung. So können die Mitarbeiter in der Produktion Probleme direkt erkennen und die Wirkung neuer Lösungen sofort erfahren. (Bild: Ludmilla Parsyak © Fraunhofer IPA)

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Wie sieht unser Arbeitsalltag im Zuge der Digitalisierung aus? Wie lassen sich neue Technologien optimal in unsere Arbeit integrieren? Das Futur Work Lab am Fraunhofer-Campus zeigt die Zukunft schon heute.

Durch das Verschmelzen der physischen und der digitalen Welt ändert sich unser Leben. Nicht nur die Produktionsprozesse sind davon betroffen, sondern auch der Mensch in seinem Arbeitsalltag. Um Arbeit 4.0 erlebbar zu machen, haben die Fraunhofer-Institute IAO (Arbeitswirtschaft und Organisation) und IPA (Produktionstechnik und Automatisierung) sowie die Institute für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) und für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart ein Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik am Fraunhofer-Campus Stuttgart eröffnet. Zur Eröffnung des „Future Work Lab“ Anfang Februar kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Forschung und Wirtschaft.

Den Arbeitsplatz der Zukunft heute testen

Wie in der MaschinenMarkt-Ausgabe 7 beschrieben, fordern immer mehr Angestellte eine höhere Flexibilität und Mobilität; Homeoffice und mobiler Arbeitsplatz sind hier als Stichworte zu nennen. Durch die Digitalisierung und die intelligente Vernetzung von Mensch, Maschine und Objekt wandelt sich die Arbeit in Wissenschaft, Produktion und im Dienstleistungsbereich. Im Zuge dessen verändern sich die soziotechnischen Arbeitssysteme sowie die Arbeitsorganisation und -gestaltung. Es gibt es immer mehr Ansätze von Unternehmen, ihre Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt zu qualifizieren; sie suchen aber auch Wege, um das Potenzial neuer Technologien optimal einzusetzen. Das bringt oft disruptive Innovationen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit sich. Nur wer seine Innovationsprozesse systematisch angeht und strategisch verankert, kann sich in diesem dynamischen Marktumfeld auf Dauer behaupten. Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Institutsleiter des Fraunhofer-IAO: „Genau hier setzt unser Innovationslabor, das Future Work Lab, an. Arbeit verändert sich, sie wird schneller, dynamischer und flexibler. Daraus entstehen neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion. In unserem Innovationslabor wollen wir den Menschen diesen Transformationsprozess anhand von konkreten Demonstratoren zeigen und so den anstehenden Wandel erlebbar machen.“

Mit dem Future Work Lab entsteht ein Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik, welches die Kompetenzen aller Projektbeteiligten im Bereich Industrie 4.0 bündelt. Es soll als Ideengeber dienen, wie die Arbeit der Zukunft in Unternehmen aussehen kann. Produzierende Unternehmen und deren Mitarbeiter können anhand der Demonstratoren die Industriearbeit der Zukunft erfahren.

Im Labor selbst sind drei Parcours zur Arbeitswelt der Zukunft aufgebaut. Einen Eindruck von der vernetzten Welt im Büroalltag können Interessierte anhand eines kabellosen Arbeitsplatzes oder einer App für Schichtplanung erfahren. In Seminaren, Workshops und anderen Weiterbildungsmöglichkeiten können sich Arbeitgeber und -nehmer „Fit für die Arbeit der Zukunft“ machen. Das Ideenzentrum für Arbeitsforschung „Work in Progress“ dient als Plattform zum wissenschaftlichen Dialog.

Wissenschaftsjahr 2018: Arbeit 4.0

Im Einfluss der Megatrends Digitalisierung und Internet der Dinge auf unser Leben sieht die Bundesregierung eine Chance. Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, nutzte die Eröffnung des Innovationslabors in Stuttgart, um die Pläne ihres Ministeriums zu verdeutlichen: „Wir wollen den Wandel hin zu Industrie 4.0 gestalten, mit neuen Ideen und nach unseren Vorstellungen von guter Arbeit. Das Future Work Lab ist dafür ein idealer Ort. Wir brauchen den öffentlichen Dialog zwischen den Bürgern, der Politik, der Wissenschaft und der Wirtschaft über den Wandel der Arbeitswelt. Deshalb plant mein Ministerium ein Wissenschaftsjahr 2018 zum Thema ,Zukunft der Arbeit‘.“

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