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Nachgefragt: 4 Experten zu Cloud Computing – Teil 1

So sammeln Automatisierer Daten in der Cloud

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Wie können Sie die Datensicherheit gewährleisten?

Stefan Reuther: Die HMI/Scada-Software Zenon selbst bietet Sicherheitsfunktionen und -mechanismen, die für die Nutzung einer Zenon-basierenden Anwendung sehr wichtig sind. Hierzu zählen eine umfassende und durchdachte Benutzerverwaltung sowie eine verschlüsselte Datenübertragung. Zudem gewährleisten wir mit dem kontinuierlichen Hardening unserer Software eine Erhöhung der Sicherheit unseres Systems, sodass mögliche Angriffsflächen und Schwachstellen minimiert werden. Im Zusammenspiel mit einem Cloud-Provider ist dieser in erster Linie für die Sicherheit der Daten und Anwendungen, die in seinem Data-Center bereitgestellt werden, verantwortlich. Diese Sicherheitsmaßnahmen umfassen eine redundante Datenhaltung (Speicherung der Daten an verschiedenen, auch räumlich getrennten Standorten für den Stör- oder Katastrophenfall), die Abwehr und Blockierung von Bedrohungen und Angriffen durch Cyber-Kriminelle oder nicht autorisierte Personen und Organisationen, den Schutz vor internem Missbrauch sowie Unterstützung bei der Einhaltung der Compliance-Vorgaben (transparentes Datenmanagement für die Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Vorgaben). In Microsoft haben wir hier einen Partner gefunden, der höchste Sicherheitsmaßstäbe anlegt und dies durch zahlreiche Zertifizierungen belegen kann.

Florian Beil: Für die Erfassung, Übertragung, Speicherung und Verarbeitung der Daten werden neueste Sicherheits- und Verschlüsselungs-Technologien eingesetzt. Abgesehen von der Öffnung eines einzigen Ports zum Datenaustausch sind keine Änderungen in der IT-Infrastruktur des Kunden erforderlich. Die Daten verschiedener Kunden sind auf der Cloud streng getrennt. Zudem bieten wir mit den Plant Security Service ein umfassendes Angebot, um Risiken zu minieren. Die Server stehen in Deutschland in Rechenzentren von SAP. Dabei gelten für alle Kunden die gleichen Sicherheits- und Datenschutzstandards. Zudem plant Siemens auch eine „On-Premise-Lösung“, bei der die Daten auf dem Firmengelände des jeweiligen Kunden verbleiben und über die MindSphere verarbeitet werden.

Tobias Wannenmacher: Da wir bei diesem ersten IoT Projekt keine sensiblen Daten speichern, ist es für dieses Projekt ausreichend, ein Steuern der Lichtkuppeln durch unberechtigte Dritte zu verhindern.

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