Suchen

Schmolz+Bickenbach

Software verbindet Kundenwunsch und Herstellkompetenz

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Stahl ist nur so stark wie die Produktionstechnologie und das zugrunde liegende Werkstoff-Know-how. Mit Steelcalc hat Steeltec ein softwarebasiertes Assistenzsystem für seine Fertigung entwickelt, das technisches Anlagenwissen mit fundierter Werkstoffkompetenz bündelt.

Firmen zum Thema

Die Fließkurve veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Fließspannung und Umformgrad und bildet die Basis für die anforderungsgerechte Einstellung der mechanisch-technologischen Stahleigenschaften.
Die Fließkurve veranschaulicht den Zusammenhang zwischen Fließspannung und Umformgrad und bildet die Basis für die anforderungsgerechte Einstellung der mechanisch-technologischen Stahleigenschaften.
(Bild: Schmolz + Bickenbach)

Die optimalen Prozessparameter werden automatisch berechnet: Welche maximale Richtkraft ist zulässig, damit die gewünschten Stahleigenschaften erzielt werden? Welche Ziehtemperatur wird benötigt? Und welche Anlage erfüllt die Kriterien Abmessung, Umformgrad und daraus resultierende Ziehkraft? Kundenspezifische Anfragen können dadurch schneller beantwortet und Potenziale von Prozess und Stahl aufgezeigt werden.

„Entwicklungszeiten werden immer kürzer. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist technologische Effizienz das Gebot der Stunde“, betont Guido Olschewski, Leiter Managementsysteme und Produktentwicklung bei Steeltec, einem Unternehmen der Schmolz+Bickenbach-Gruppe. Mit der eigens entwickelten Software Steelcalc bildet der Blankstahlhersteller sein gesammeltes Ingenieurwissen über das Verhalten der hochfesten Spezialstahlprodukte und die Einflusskriterien in der Fertigung ab. Dadurch wird der Weg vom Kundenauftrag zur Lösung deutlich verkürzt. Vorher waren manuelle Berechnungen durch das Entwicklungsteam nötig. Heute haben die Praktiker in der Arbeitsvorbereitung die Möglichkeit, automatisch generierte Vorgaben zur Einstellung der Prozessparameter zu verwenden. Der Vorteil: Wünscht ein Abnehmer besondere mechanisch-technologische Kennwerte, kann mit Fließkurvenberechnungen der anforderungsgerechte Umformgrad ermittelt werden. Bei Bedarf stellt Steeltec Anwendern Fließkurvenberechnungen für die konstruktive Auslegung von Bauteilen zur Verfügung. Ein weiteres Plus der Software: Steelcalc berechnet automatisch die benötigten Ziehkräfte unter Berücksichtigung der tribologischen Verhältnisse im Ziehwerkzeug. Die Prozessparametervorgaben aus dem Berechnungstool Steelcalc werden fortlaufend mit Ist-Daten aus der Produktion abgeglichen und verfeinert. „Nachhaltiges Wissensmanagement und gezielte Prozesssteuerung sind der Grundstein zu unserem Erfolg in der Blankstahlherstellung“, so Olschewski. „Durch Bündelung dieser Kompetenzen in Datenbanken und Formeln ermöglichen wir Anwendern schnelle Lösungen und den nachweislich stärksten Stahl für den Praxiseinsatz.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43446269)