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3D-Druck Softwarepaket für die additive Fertigung

| Redakteur: Stefanie Michel

DP Technology wird auf der EMO Hannover 2017 erstmals die Esprit Additive Suite vorstellen, ein Softwarepaket für die generative Fertigung, mit dem sich zur Steigerung der Produktivität und Präzision die zeitaufwendigen additiven Fertigungsverfahren in wenige einfache Schritte zerlegen lassen.

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Die Additive-Suite wird auf Hybrid-Multifunktionsmaschinen wie die i-400AM von Mazak eingesetzt, die sowohl abtragen als auch generativ fertigen.
Die Additive-Suite wird auf Hybrid-Multifunktionsmaschinen wie die i-400AM von Mazak eingesetzt, die sowohl abtragen als auch generativ fertigen.
(Bild: Mazak)

Die Esprit Additive Suite wurde speziell entwickelt, um die Programmierung, Optimierung und Simulation von generativen Fertigungsverfahren zu vereinfachen. Sie eignet sich für das Laserauftragsschweißen, für das 3D-Pulverbettverfahren sowie die subtraktive Fertigung. Mit der Software-Suite lassen sich optimierte Jobfiles erstellen und alle Arbeitsschritte lückenlos steuern.

„Das vergangene Jahrzehnt stand ganz im Zeichen der 5-Achs-Bearbeitung, doch generative Fertigungsverfahren gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Voraussichtlich können in zehn Jahren schon 10 % aller verwendeten Maschinen auch für die additive Fertigung genutzt werden“, sagt Chuck Mathews, Chief Technology Officer und Executive Vice President bei DP Technology. „Mit der Esprit Additive Suite beweisen wir, dass wir tatsächlich die ganze Bandbreite an Fertigungsverfahren abdecken können. Denn dank der neuen Software können ganz neue Arbeitsabläufe und Produktionsverfahren programmiert werden. Dabei eignet sich die Software sowohl für Maschinen in der generativen Fertigung als auch für Hybridmaschinen.“

1. Laserauftragsschweißen

Wird die Esprit Additive Suite auf Hybridmaschinen eingesetzt, also auf CNC-Maschinen, die sich auch für additive Verfahren eignen, wird eine integrierte Programmierung und Simulation von Komplettbearbeitungen mit vielfältigen Funktionen und unterschiedlichen Bearbeitungsverfahren ermöglicht. Damit können auch generative und spanende Fertigungsschritte miteinander kombiniert werden.

Für das Laser-Pulver-Auftragsverfahren bietet die Esprit Additive Suite folgende Funktionalitäten:

  • Spezielle Bearbeitungsbahnen für generative Fertigungsverfahren und unterschiedliche Werkzeugbahnen für spanende Fertigungsverfahren
  • Simulation und Verifizierung von additiven ebenso wie subtraktiven Fertigungsverfahren
  • Universell auf jeder CNC-Werkzeugmaschine einsetzbare Postprozessoren

2. 3D-Pulverbettverfahren

Wird die Esprit Additive Suite auf Maschinen eingesetzt, die nach dem Pulverbettverfahren arbeiten, kann für das gesamte generative Fertigungsverfahren ein umfassendes Bearbeitungsprogramm erstellt werden. Dieses übernimmt für einen optimalen schichtweisen Aufbau sowohl die Ausrichtung des Bauteils auf der Bauplattform als auch die Berechnung der Bearbeitungsbahnen, sorgt für die erforderlichen Stützstrukturen und konstruiert auch komplexe Konturen.

Für das 3D-Pulverbettverfahren bietet die Esprit Additive Suite folgende Funktionalitäten:

  • Part-to-BuildTM: Soll ein neues Teil hergestellt werden, wird die entsprechende 3D-CAD-Datei mit allen für die Fertigung relevanten Daten abgeglichen und in ein Jobfile konvertiert. Dieses enthält alle für die Fertigung auf einer bestimmten Maschine erforderlichen Informationen. So lässt sich ein spezieller Part-to-BuildTM-Datensatz erzeugen, der für jedes andere Bearbeitungsprogramm wiederverwendet werden kann, ohne dass die Fertigungsinformationen neu definiert werden müssten.
  • Durch die in der Software angelegte Wissensdatenbank kann ein Informationsaustausch mit anderen Mitgliedern der Fertigungs-Community stattfinden. So können Probleme interaktiv gelöst werden.
  • Über die Steuerungs-App der Software können alle erforderlichen Informationen über die anzuwendenden generativen Fertigungsverfahren innerhalb eines Unternehmens nahtlos zwischen den unterschiedlichen Nutzern ausgetauscht werden. In der App werden auch Informationen über die ursprünglichen 3D-CAD-Dateien, die von der Funktion Part-to-BuildTM erstellten Files und die generierten Jobfiles hinterlegt. Auch weitergehende Informationen, die nach der Fertigung von Interesse sein könnten werden gespeichert.
  • Thermische Simulation des Aufbauprozesses, um etwaige Verzögerungen besser einschätzen zu können
  • Verbesserte Funktionen für den Aufbau komplex geformter Teile

Ganz unabhängig davon, ob die Esprit Additive Suite für das Laserautragsschweißen oder für das 3D-Pulverbettverfahren eingesetzt wird, bietet das System die Möglichkeit, direkt mit den nativen 3D-CAD-Datensätzen zu arbeiten.

Für den Endanwender steht das System voraussichtlich ab Mitte 2018 zur Verfügung.

DP Germany auf der EMO Hannover 2017: Halle 25, Stand D25

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