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Solarfolie sichert Wasserversorgung und erzeugt Strom

| Redakteur: Peter Königsreuther

Continental hat, wie es heißt, die weltweit erste schwimmende Solarfolie auf Zypern installiert. Diese schütze das gesammelte Wasser in einem Reservoir in der Region Limassol nicht nur sicher vor Verdunstung und Schmutz. Kunststoff macht's möglich!

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Eine robuste, jahrzehntelang haltbare PVC-basierte Solarfolie mit darauf applizierten Solarzellen verhindert das Verdunsten von gesammeltem Wasser, unterbindet Algenbildung und Verschmutzung und liefert gleich noch den Strom für den Betrieb der Förderpumpen, sagt der Hersteller Continental.
Eine robuste, jahrzehntelang haltbare PVC-basierte Solarfolie mit darauf applizierten Solarzellen verhindert das Verdunsten von gesammeltem Wasser, unterbindet Algenbildung und Verschmutzung und liefert gleich noch den Strom für den Betrieb der Förderpumpen, sagt der Hersteller Continental.
(Bild: Continental)

Denn gleichzeitig erzeugen die auf der Spezialfolie integrierten Photovoltaikmodule nachhaltigen, elektrischen Strom aus Sonnenenergie. Mit dem Strom werden dann die Pumpenanlagen betrieben, die das Wasser fördern, heißt es. „-Continental belegt damit seinen nachhaltigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Auf unserem Planeten ist die Nachfrage nach einer netzunabhängigen Wasser- und Stromversorgung massiv, vor allem in trockenen Regionen. Innovationen wie diese generieren mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse und sichern wirtschaftliche Existenzen“, erklärt Hans-Jürgen Duensing, im Continental-Vorstand verantwortlich für die Division Contitech. Das sei ein eindrucksvolles Beispiel, wie die Zukunft der Wasser- und Energieversorgung in heißen Regionen mit wenig Niederschlag gesichert werden könnte.

Stets sauberes Wasser für Trockenregionen - Dank PVC

Die schwimmende Solarfolie kompensiert laut Hersteller auf einfache Weise mangelhafte Wasser- und Stromversorgung und sorgt über eine Jahrzehnte UV-Licht beständige Folie für eine geringere Algenbildung im Wasser“, erläutert Tobias Haarburger, im Continental-Konzern verantwortlicher Treiber für diese Innovation, die Potenziale und den Nutzen des Systems. Diese Installation berge weltweit eine große Chance für die staatliche sowie die private Wasserversorgung in heißen Ländern, beispielsweise in Afrika oder in der amerikanischen Mojave-Wüste südlich von Las Vegas.

Gemeinsam mit der zentralen zypriotischen Wasserbehörde habe das Hannoveraner Unternehmen die schwimmende Solarfolie fürs Limassoler Wasserreservoir, das eine Größe von 6500 m² hat und eine Tiefe von 4,50 m, konzipiert. Das Becken, heißt es weiter, wird vollständig von der funktionalen Folie abgedeckt. „So verdunstet das gespeicherte Wasser nicht, das zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung genutzt wird“, ergänzt der studierte Anlagenbauingenieur und Experte für Wasseraufbereitung Haarburger. In einem ersten Schritt wurden im März insgesamt 80 Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 20 kWp auf die Folie appliziert. Rund 700 weitere Elemente folgen laut Contitech in einer zweiten Phase. Bei der eingesetzten Folie handelt es sich um einen dreilagigen, semiflexiblen Schichtstoff aus PVC, der begehbar und über Jahrzehnte UV-lichtbeständig ist. Auf dem Wasserspeicher sind zusätzliche Tauchpumpen aus Deutschland installiert, welche die Aufgabe übernehmen, das sich sammelnde Regenwasser auf der Oberfläche der Folienabdeckung wegzupumpen.

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