Hannover-Messe 2016 Sonderschau Predictive Maintenance 4.0 übertrifft die Erwartungen

Redakteur: Stefanie Michel

Mit Predictive Maintenance 4.0 soll Instandhaltung vorhersehbar werden und sich dadurch Produktionsausfälle vermeiden lassen. Auf der gleichnamigen Sonderschau auf der Hannover-Messe zeigten Unternehmen der Antriebs- und Fluidtechnik konkrete Beispiele und warum Predictive Maintenance 4.0 wichtig für die Maschinenbauer und für Industrie 4.0 ist.

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Predictive Maintenance als ein Kernelement in der Industrie 4.0-Umgebung: Die Sonderschau war so erfolgreich, dass das Thema auf der MDA 2017 wieder aufgenommen werden soll.
Predictive Maintenance als ein Kernelement in der Industrie 4.0-Umgebung: Die Sonderschau war so erfolgreich, dass das Thema auf der MDA 2017 wieder aufgenommen werden soll.
(Bild: Deutsche Messe)

Maschinenausfälle vermeiden, um Produktionsengpässe zu reduzieren oder sogar auszuschließen: Das ist das Ziel von Predictive Maintenance 4.0 und der Grund für die Attraktivität dieser neuen Instandhaltungsstrategie. Die Vorteile liegen auf der Hand und sind messbar: Die Produktivität nimmt zu, Instandhaltungs- und Servicekosten sinken, Fertigungsqualität und Planungssicherheit steigen. Im Ergebnis fallen auch die Gesamtbetriebskosten.

Predictive Maintenance: Intelligenz in die Mechanik bringen

„Bei Predictive Maintenance geht es darum, die Intelligenz in die Mechanik und in die fluidtechnischen Komponenten zu bekommen. Die Sonderschau ist eine hervorragende Plattform, um Beispiele für die Umsetzung von Predictive Maintenance zu sehen und das Thema weiter in die Öffentlichkeit zu tragen", so Wilhelm Rehm, Mitglied des Vorstandes, ZF Friedrichshafen AG und Vorsitzender des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA auf der Hannover Messe.

Auf der Sonderschau Predictive Maintenance 4.0, bei Führungen und bei den Vorträgen im Forum Industrie 4.0 konnten sich die Besucher ein umfassendes Bild über das Thema machen. Ziel der Sonderschau war es, die Aufmerksamkeit auf dieses zukunftsweisende Thema zu richten und über neueste Entwicklungen, Konzepte und konkrete Lösungen zu informieren. Die praktischen Beispiele der Aussteller belegen, dass Predictive Maintenance nicht nur ein theoretisches Konzept darstellt, sondern bereits in der Praxis umgesetzt wird: Intelligente Condition Monitoring Systeme, skalierbares Predictive Maintenance, eine hochflexible Roboteranlage, eine „gläserne“ Werkzeugmaschine, bis hin zu einem „intelligenten“ Windgetriebe, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Predictive Maintenance ist ein Kernelement in der Industrie 4.0-Umgebung. Die Sonderschau übertraf bei weitem die Erwartungen und weckt das Bedürfnis, auf der Leitmesse MDA 2017 das Thema wieder aufzugreifen. Die teilnehmenden Firmen haben schon heute, auch aufgrund ihrer zahlreichen und konstruktiven Kontakte, ihr Interesse an einer erneuten Teilnahme an der Sonderschau angemeldet“, so das erste Resümee von Peter-Michael Synek, VDMA-Projektleiter Predictive Maintenance und stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Fluidtechnik im VDMA.

Umsetzung von Industrie 4.0 braucht Predictive Maintenance

Die Unternehmen der deutschen Antriebs- und Fluidtechnik spielen als Anbieter von Schlüsselkomponenten für die Umsetzung der Philosophie von Industrie 4.0 und Predictive Maintenance eine zentrale Rolle. Diese Komponenten sind die entscheidenden Datenquellen in industriellen Prozessen – als Performance-Baustein für die Kraft- und Drehmomentübertragung oder Fragen der Energieeffizienz und darüber hinaus als Schlüssel für die vorausschauende Wartung. Die digitale Vernetzung von Maschinen, Produkten und Komponenten miteinander erlaubt es, in Verbindung mit moderner Sensortechnik, intelligenter Software, Big Data und dem Domänenwissen der Komponentenhersteller, Schlüsse zu ziehen und daraus Handlungsempfehlungen für eine geplante Wartung und Instandhaltung abzuleiten. Das ist der Kerngedanke von Predictive Maintenance.

„Die Hannover-Messe macht deutlich: Die deutsche Industrie zeigt Leadership in Sachen Industrie 4.0. Wir Maschinenbauer verbinden Big Data mit Big Thinking – Korrelation mit Kausalität – nutzen brauchbare IT Lösungen zur Datenanalytik und ermöglichen auf Basis unseres Ingenieurwissens die entscheidenden Lösungsschritte. Unser Domänenwissen verschafft Dominanz. Predictive Maintenance 4.0 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir Geschäftsmodelle der Industrie 4.0 entwickeln – inspizieren, interpretieren, intelligent produzieren und Geschäftsmodelle innovieren“, so Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer der Fachverbände Antriebstechnik und Fluidtechnik.

Der Verband der Deutschen Maschinen und Anlagenbauer e. V. (VDMA) und die Hannover Messe hatten gemeinsam die Sonderschau Predictive Maintenance ins Leben gerufen, die im Rahmen der Leitmesse Industrial Automation auf der Hannover Messe zu sehen war. Die Teilnehmer der Sonderschau waren die Unternehmen: Argo-Hytos, Aventics, Bosch Rexroth, Festo, Hydac International, IBG-Automation, Schaeffler Technologies, J. Schmalz, Schwäbische Werkzeugmaschinen und ZF Friedrichshafen.

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