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Hannover-Messe 2015

Sonderschau rückt Nachhaltigkeit und Industrie 4.0 in den Fokus

| Autor: Stéphane Itasse

Mit 1280 m² ist die Sonderschau Welt der Oberfläche ein Highlight der Surface Technology. Auf dem Gemeinschaftsstand des Zentralverbandes Oberflächentechnik e.V. (ZVO) zeigen 45 Aussteller den Entwicklungsstand bei Verfahrenschemie, Anlagenbau und Oberflächenveredelung.

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45 Aussteller hat der Zentralverband Oberflächentechnik zur Hannover-Messe 2015 auf seinem Gemeinschaftsstand Welt der Oberfläche versammelt.
45 Aussteller hat der Zentralverband Oberflächentechnik zur Hannover-Messe 2015 auf seinem Gemeinschaftsstand Welt der Oberfläche versammelt.
(Bild: ZVO)

Leitthemen sind Effizienz bei der Energie- und Ressourcennutzung, wie auch die Optimierung und Vernetzung der Planungs- und Fertigungsprozesse, wie der ZVO mitteilt. Schließlich gehe es um nicht weniger als um die Gestaltung einer umwelt- und ressourcenschonenden Zukunft innerhalb von Verfahren der Industrie 4.0.

Chrom(VI) bleibt in der Diskussion

Ein Beispiel ist das Glänzen ohne Chrom(VI). Die Nachfrage nach glänzenden Oberflächen in der Automobilindustrie sei ungebrochen. Allerdings verlangt Reach mittelfristig Alternativen für Chrom(VI). Aus diesem Grund ist ein wichtiges Thema in der Welt der Oberfläche die Substitution von Chromtrioxid durch Chrom (III) oder andere Stoffe, wie der ZVO ankündigt.

So zeige BASF ionische Flüssigkeiten als Ersatz der Chrom-Schwefelsäure-Vorbehandlung auf Kunststoffen. Coventya aus Gütersloh stelle seinen Stand bei der Entwicklung Chrom(VI)-freier Beizen für ABS-Kunststoffe sowie das Chrom(VI)-frei applizierte System für dekorativen Korrosionsschutz Strata vor. Eine Palette an Rohstoffen für dreiwertiges Verchromen wird auch Vopelius, Marktführer für Chromprodukte, präsentieren. Den „Wechsel zu grünen Beschichtungstechnologien anzuführen“, habe sich der Verfahrenslieferant Atotech auf die Fahnen geschrieben.

Abwasserbehandlung erhöht die Wirtschaftlichkeit

Auch wirtschaftlich sei eine Reduktion des Verbrauchs von Rohstoffen, aber auch von Energie und Wasser, geboten. Bei H20, Anbieter für die Aufbereitung industrieller Abwässer, liege Wirtschaftlichkeit in einer „effektiven und sicheren Vorbehandlung der zu beschichtenden Teile“. Durch Kreislaufführung der Reinigungsflüssigkeiten und durch Destillation im Clearcat-Verfahren reduziere H2O Kosten und Umweltbelastung gleichermaßen.„Abwasserfreie Produktion“ heißt laut ZVO auch die Devise bei Antech Wassertechnologie, die mit ihrer neuen Baureihe der Evaled-Verdampfer zudem den Energieverbrauch gesenkt habe.

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Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

, MM MaschinenMarkt