ESA Space-Apps ermöglichen Innovationsvorsprung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die europäische Weltraumbehörde ESA und das Unternehmen MST Aerospace präsentieren auf der Hannover-Messe 2010 Produkte und Anwendungen, die ihren Ursprung im Weltraum haben. „Dass viele Menschen den Start der Ariane-Trägerrakete in Französisch-Guayana mit einem Seniorenheim im Münchner Süden in Verbindung bringen, ist eher unwahrscheinlich“, sagt Frank Salzgeber, Leiter des Technologietransferprogramms der ESA.

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„Häufig entwickelt sich aus einer einzigen Weltraumapplikation eine Vielzahl von Anwendungen, die auf der Erde in unterschiedlichen Einsatzbereichen von Nutzen sein können“, erklärt Dr. Werner Dupont, MST Aerospace GmbH. Bild: Zwettler
„Häufig entwickelt sich aus einer einzigen Weltraumapplikation eine Vielzahl von Anwendungen, die auf der Erde in unterschiedlichen Einsatzbereichen von Nutzen sein können“, erklärt Dr. Werner Dupont, MST Aerospace GmbH. Bild: Zwettler
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie unmittelbar Weltraumtechnik heute jedoch in viele Bereiche des täglichen Geschäfts- und Privatlebens Einzug gehalten hat, zeigt die europäische Weltraumbehörde gemeinsam mit ihrem Technologievermittler MST Aerospace im Rahmen der Space-Apps-Ausstellung am gemeinsamen Messestand. „Häufig entwickelt sich aus einer einzigen Weltraumapplikation eine Vielzahl von Anwendungen, die auf der Erde in unterschiedlichen Einsatzbereichen von Nutzen sein können“, erklärt Dr. Werner Dupont, Geschäftsführer des ESA-Technologiebrokers MST Aerospace GmbH. Dabei sei die empfänglichste Branche der Automobilbau, dicht gefolgt von der Medizintechnik.

Zahlreiche Produkte mit Ursprung in der Raumfahrt

Ein intelligentes Datenhemd sei beispielsweise in einer Seniorenresidenz in München im Einsatz, das die Vitalwerte und Position seines Trägers per Satellit an Dritte übermittelt. Airbag-Zündungen, feuerfeste Schutzkleidungen und Tsunami-Frühwarnsysteme sollen nur einige prominente Beispiele für das sein, was Unternehmen aus der Raumfahrttechnik heraus entwickelt haben.

Dabei seien die mit den europäischen Weltraummissionen verbundenen Kosten gut angelegt. „Das durch den Technologietransfer erzeugte Know-how sorgt für einen wichtigen Innovationsvorsprung und erfolgreiche Produktinnovationen am Wirtschaftsstandort Europa. Alleine die von MST Aerospace in den vergangenen 20 Jahren vermittelten Transfers haben bei den beteiligten Unternehmen einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro generiert“, so Dupont.

European Space Agency ESA auf der Hannover-Messe 2010: Halle 2, Stand D56

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