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Otto Dieterle

Spezialwerkzeuge für medizintechnische Gewinde

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Das Unternehmen Dieterle Spezialwerkzeuge befasst sich seit mehr als 40 Jahren mit der Herstellung von Spezialwerkzeugen für die Drehteilindustrie. Auch zerspanende Werkzeuge für die Medizintechnik sind ein Arbeitsgebiet des schwäbischen Unternehmens, das auf der Messe Metav 2010 in Düsseldorf zu sehen sein wird.

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Für die Herstellung von Gewindeteilen wie Zahnimplantaten oder Knochenschrauben kommen Wirbelwerkzeuge zum Einsatz, die Dieterle auf der Metav 2010 präsentiert. Bild: Dieterle
Für die Herstellung von Gewindeteilen wie Zahnimplantaten oder Knochenschrauben kommen Wirbelwerkzeuge zum Einsatz, die Dieterle auf der Metav 2010 präsentiert. Bild: Dieterle
( Archiv: Vogel Business Media )

So sind den Angaben zufolge insbesondere Dreh- und Fräswerkzeuge sowie Gewindewerkzeuge für die Herstellung von Innen- und Außengewinden in diesem Bereich relevant. Verarbeitet werden im Wesentlichen körperverträgliche Werkstoffe wie Titan, das sehr stark nickelhaltige Inconel und verschiedene Chrom-Nickel-Stähle. Diese Werkstoffe weisen zum einen eine sehr hohe Zugfestigkeit und Elastizität von 800 bis 900 N/mm und zum anderen aber auch respektable Härten von etwa 220 bis 250 Hb30 auf.

Präzisionswerkzeuge zur Titanbearbeitung

Gerade diese Werkstoffe verlangen oft nach speziellen Herstellungsmethoden. So muss beispielsweise bei allen Werkzeugen für die Titanverarbeitung auf eine problemlose und saubere Spanabfuhr geachtet werden.

Eine genaue Einhaltung der Schneidgeometrien ist dafür Voraussetzung. Wendeschneidplatten aus dem herkömmlichen ISO-Programm sind dafür kaum oder nur bedingt einsetzbar, weil die erforderlichen Frei- und Spanwinkel nicht gegeben sind, so das Unternehmen.

Beschichtungen aus Titan-Aluminium-Nitrit-Auflagen steigern Werkzeugstandzeit

Spezielle Beschichtungen aus Titan-Aluminium-Nitrit-Auflagen bringen in vielen Bereichen große Standzeitverbesserungen. Weil jedoch keine Schneidkantenverrundungen entstehen dürfen, sind laut Dieterle nur die sogenannten Dünnschichtbeschichtungen empfehlenswert (Schichtdicke 0,7 bis 1,0 µm, Härte 3300 HV). Die Feinstrahlbehandlung und das Glätten der Freiflächen vor dem Beschichten sollen wesentliche Standzeitverbesserungen bringen.

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