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Weiss Spindeltechnologie

Spindelantrieb mit geteilter Welle senkt Reparaturkosten um 30%

02.07.2010 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Weiss-Serviceleiter Fred Elflein: „Einteilige Spindelwellen haben zwar einen etwa 20%igen Preisvorteil, doch bereits nach ein bis zwei Reparaturen sind die Kosten höher als bei der zweiteiligen Spindelwelle.“ Bild: Schäfer
Weiss-Serviceleiter Fred Elflein: „Einteilige Spindelwellen haben zwar einen etwa 20%igen Preisvorteil, doch bereits nach ein bis zwei Reparaturen sind die Kosten höher als bei der zweiteiligen Spindelwelle.“ Bild: Schäfer

Vor einem Jahr hat die Siemens-Tochter Weiss Spindeltechnologie GmbH in Schweinfurt eine zweiteilige Werkzeugmaschinenspindel vorgestellt. Wie Serviceleiter Fred Elflein im Werk Maroldsweisach erläuterte, ist die demontierbare Werkzeugaufnahme vom Typ HSK mittlerweile über die Grenzen Deutschlands hinaus gefragt; denn die anfallenden Reparaturkosten lassen sich so laut Elflein um bis zu 30% reduzieren.

Werkzeugmaschinen-Spindeln bestehen aus unterschiedlichen Bauteilen. Dazu gehört unter anderem die Werkzeugaufnahme, die das Werkzeug „festhält“. Sie überträgt die Drehbewegung sowie die für die Zerspanung benötigte Leistung. Zur Integration der Werkzeugaufnahme gibt es zwei Methoden. Zum einen die in die Spindelwelle integrierte Werkzeugaufnahme (einteilig). Zum anderen die demontierbare Ausführung (zweiteilig).

Zweiteilige Wellen für Spindelantriebe gefragt

Nach Aussage von Elflein nimmt das Interesse an zweiteiligen Wellen bei den Endanwendern stetig zu. Neben Unternehmen aus Europa seien an dieser Technik verstärkt auch internationale Kunden interessiert. „Einteilige Spindelwellen haben zwar einen etwa 20%igen Preisvorteil bei der Anschaffung“, sagt Elflein, „doch bereits nach ein bis zwei notwendigen Reparaturen sind die Kosten höher als bei der zweiteiligen Welle.“

Der Grund: In diesem Fall müsse nicht nur die Werkzeugaufnahme, sondern die gesamte Welle erneuert werden. Häufig sei sogar der Spindel-Rotor nicht lösbar auf die Welle geschrumpft und könne ebenso nicht weiter verwendet werden.

Werkzeugmaschinen-Spindeln müssen regelmäßig repariert werden

Dabei steht fest, dass zum einen äußere Einflüsse wie Kollision oder Werkzeugbruch zu Beschädigungen der Werkzeugschnittstelle führen. Zum anderen tritt regelmäßig mehr oder weniger Verschleiß auf, der bei Bedarf Nacharbeit oder Austausch erfordert. E

lflein erläutert: „Aus Erfahrung weiß ich, dass wir vor allem aufgrund äußerer Einflüsse manche Spindel mehrmals pro Jahr zur Reparatur bekommen. Interessant ist dabei, dass auch Spannsätze des Spannsystems mit Zangenreduzierung je nach Hersteller nur einmal bis maximal zweimal gewechselt werden können. Danach ist die Verwendung einer neuen Welle zwingend erforderlich.“

Spindelantrieb mit geteilter Welle für HSK-Schnittstellen

Um die Kosten dafür niedrig zu halten, haben Ingenieure und Techniker von Weiss die „geteilte Welle“ für HSK-Schnittstellen konstruiert. Dank dieses technischen Prinzips wird nur der verschleißbehaftete Teil der Spindelwelle ausgetauscht, die Hauptwelle mit Rotor bleibt erhalten. So lassen sich die Ersatzteilkosten um etwa 30% reduzieren.

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