EMO Milano 2021 Spindelantriebe einfach IIoT-fähig machen

Redakteur: Stefanie Michel

GMN zeigt auf der EMO in Mailand sein Embedded System IDEA-4S zur IIoT-Anbindung und Digitalisierung von Spindeln und Motoren in einer weiterentwickelten Version.

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Die Rückseite einer Spindel mit integriertem Embedded System IDEA-4S.
Die Rückseite einer Spindel mit integriertem Embedded System IDEA-4S.
(Bild: GMN Paul Müller)

Mit dem Embedded System IDEA-4S macht GMN Spindeln und Motoren bereit für das IIoT. Die 2019 als Ausstattungsvariante für die unternehmenseigenen Spindeln vorgestellte Lösung ist in ihrer aktuellen Ausführung für viele Antriebskomponenten einsetzbar.

Mit der kompakten, leicht integrierbaren Informationstechnologie können relevante Informationen der Antriebe erhoben werden. Das Embedded System ermittelt diese Daten, bewertet sie und stellt sie mithilfe bidirektionaler Signale über IO-Link für einen Austausch und die Kommunikation in Produktionsnetzwerken bereit. Dank dieser Schnittstelle lässt sich die Technik unabhängig von Feldbussystemen und damit universell für alle Steuerungen einsetzen. Außerdem wird eine nahtlose Anbindung in IloT-Infrastrukturen möglich ohne die Performance der Steuerung zu belasten, so der Hersteller.

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IDEA-4S nutzt das Wissen von Hunderttausenden eingesetzten Spindeln

IDEA-4S kontextualisiert und bewertet die an der Antriebseinheit erhobenen Rohdaten. Es wählt aus, welche Sensordaten wichtig sind, stellt die gewonnenen Signale miteinander in Zusammenhang und interpretiert sie. Wie GMN betont, erhält der Anwender daher keine großen Datenmengen, sondern nur die, die für seine Spindel wichtig sind.

Zu den Vorteilen des Embedded Systems zählen laut GMN eine verbesserte Spindelperformance, geringere Kosten und eine höhere Fertigungsqualität. Dank genormter digitaler Schnittstelle und Plug-and-Play werde außerdem die Inbetriebnahme vereinfacht. Die Identifikation der Spindel anhand des digitalen Typenschildes ermöglicht zudem die automatisierte Verknüpfung mit Produktdaten wie Datenblättern, Einstelldaten, Modelldaten und Prüfdaten. Das vereinfacht das tägliche Arbeiten mit der Spindel.

Nutzungsverhalten der Spindel nachvollziehbar

Mittel- bis langfristig seien laut GMN zudem neue, digitale Dienstleistungen denkbar – beispielsweise umfassende Remote-Analysen oder Remote-Zugriffsmöglichkeiten. Da durch IDEA-4S das Nutzungsverhalten der Spindel umfassend nachvollziehbar und optimierbar ist und es die Diagnose vereinfacht, können Ausfälle weitestgehend vermieden werden. Deshalb seien beispielsweise neue Gewährleistungsmodelle möglich.

IDEA-4S verarbeitet gleichzeitig Signale von bis zu neun Sensoren zu Prozesswerten, die automatisch und regelmäßig abgerufen und überprüft werden. Dazu gehören die Lager-, und Kühlmitteltemperatur, Drehzahl und der Spannzustand. Bis zur EMO sollen außerdem Schwingungen und Verlagerungen hinzukommen. Zusätzlich zur Übertragung der Datenströme über die IO-Link-Schnittstelle werden Informationen über Drehzahl und Motortemperatur weiterhin konventionell direkt an der Maschinensteuerung zur Verfügung gestellt.

GMN auf der EMO Mailand 2021: Halle 3, Stand F02

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