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Getriebe SPN nach Luftfahrtnorm DIN EN 9100 zertifiziert

Redakteur: Juliana Pfeiffer

SPN Schwaben Präzision hat mit der Zertifizierung nach Luftfahrtnorm DIN EN 9100 ein neues Kapitel als Zulieferer für die gesamte Luft- und Raumfahrtindustrie aufgeschlagen. Der Nördlinger Spezialist ist nun als Zertifikatsträger in der Oasis-Datenbank der International Aerospace Quality Group gelistet.

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Für Markus Lechner markiert die DIN EN 9100 auch im Hinblick auf die aktuelle Marktstrategie des Unternehmens, die auf ein deutliches Wachstum der Luftfahrtanteile abzielt, einen Meilenstein.
Für Markus Lechner markiert die DIN EN 9100 auch im Hinblick auf die aktuelle Marktstrategie des Unternehmens, die auf ein deutliches Wachstum der Luftfahrtanteile abzielt, einen Meilenstein.
(Bild: SPN)

Für Markus Lechner, Leiter des SPN-Qualitätsmanagements, markiert die DIN EN 9100 gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Marktstrategie des Unternehmens, die auf ein deutliches Wachstum der Luftfahrtanteile im Branchenmix abzielt, einen Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft. Lechner: „Gerade die größeren Luftfahrtunternehmen haben ihre Anforderungen so weit hinaufgeschraubt, dass die 9001-Norm nicht mehr ausreicht, und sie nur noch 9100-zertifizierte Unternehmen als Zulieferer akzeptieren. Da viele Maschinenbaufirmen aus dem mittelständischen Bereich diese nicht vorweisen können, sind Spezialisten für Zahnradfertigung in diesem Industriesegment zurzeit sehr gesucht. Und von dieser Nachfragesituation wollen wir natürlich profitieren.“

Mehr als ein halbes Jahr von der Anmeldung bis zum Hauptaudit

Maßgeblicher Grund dafür, so Lechner, ist nicht zuletzt der hohe operative und zeitliche Aufwand, den die Umsetzung der DIN EN 9100 einfordert. So vergingen von der Anmeldung für die Zertifizierung im Dezember 2016 bis zum Hauptaudit, das vom 24. bis 28. Juli 2017 vom TÜV SÜD durchgeführt wurde, mehr als ein halbes Jahr: ein Zeitraum, der von SPN Schwaben Präzision zur Vorbereitung genutzt wurde. Dabei konnte als Grundlage für alle Folgeprozesse im Februar ein komplett neues Managementhandbuch fertiggestellt werden. Bis in den April hinein wurden im Unternehmen 17 Mitarbeiter als interne Auditoren geschult, die dann in den folgenden zwei Monaten insgesamt elf interne Audits abhielten. Für die Einführung erhielt SPN dabei Unterstützung von Dieter Weckerle, einem externen Berater des TÜV Süd.

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Das entscheidende Hauptaudit Ende Juli wurde schließlich von zwei externen Auditoren durchgeführt und erstreckte sich von der Konstruktion über Einkauf und Vertrieb, Qualitätssicherung bis in die Geschäftsleitung hinein über sämtliche Bereiche und Abteilungen der SPN. Die noch offenen Themen in den Non-Conformity Reports konnten in der vorgeschriebenen Zweimonatsfrist abgearbeitet werden und wurden schließlich vom TÜV SÜD sowie der IAQG erfolgreich abgenommen.

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