Energiewende Stabiles und flexibles Netz

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Energiewende geht für den VDMA-Fachverband Power Systems derzeit grundsätzlich in die richtige Richtung. Bei einigen Punkten sieht der Verband aber großen Verbesserungsbedarf.

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„Der Umstieg zu Ausschreibungen muss planbar sein“, fordert Alf Henryk Wulf, VDMA Energieausschuss und Vorstandsvorsitzender von Alstom Deutschland.
„Der Umstieg zu Ausschreibungen muss planbar sein“, fordert Alf Henryk Wulf, VDMA Energieausschuss und Vorstandsvorsitzender von Alstom Deutschland.
(Bild: Itasse)

„Wir stehen 2015 vor wichtigen Entscheidungen, um die richtigen Anreize zu setzen“, sagt Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA. Der Strommarkt brauche einen Wandel zu einem deutlich flexibleren System. So begrüßt der Verband ausdrücklich die Umstellung der Erneuerbare-Energien-Förderung auf Ausschreibungen.

„Es kommt aber darauf an, wie man die Ausschreibungen macht“, bemerkt Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender von Alstom Deutschland und Vertreter des VDMA-Energieausschusses. Keinesfalls dürfe es einen Bruch im Übergang zwischen den Fördermethoden geben, Investitionen benötigten Planungssicherheit.

Andererseits drohe die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zurückzufallen: „Derzeit wird außer Acht gelassen, welche Potenziale die KWK-Technik für die Senkung der CO2-Emissionen zu bieten hat“, beklagt Thoralf Lemke, Marketingleiter von Caterpillar Energy Solutions. Im jüngsten Papier zur Reform des KWK-Gesetzes rücke die Bundesregierung vom Ziel ab, einen Anteil von 25 % für den KWK-Strom bis 2020 zu erreichen. „Das Papier klammert das Thema Effizienz und Klimaschutz im Wärmemarkt völlig aus“, sagt Lemke. Dabei könne KWK eine Brücke zwischen Strom- und Wärmemarkt sein. (si)

VDMA Power Systems auf der Hannover Messe: Halle 27, Stand J31

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