WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung Stahl- und Metallverarbeiter warten auf eine kraftvolle Marktbelebung

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Ein Viertel weniger Produktion und Umsatz bei den Stahl- und Metallverarbeitern 2009 in Deutschland. Wesentlicher Grund ist der Einbruch im Export. Für dieses Jahr rechnet der WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung mit einer Erholung auf niedrigem Niveau im Vergleich zu den Boomjahren 2007 und 2008.

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Globale Wirtschaftskrise, Kreditklemme, zögerliche Warenkreditversicherungen – die Begleitumstände der vergangenen zwölf Monate haben deutliche Spuren in der Jahresbilanz 2009 der deutschen Stahl- und Metallverarbeitung hinterlassen. Die Produktion der rund 5000 Unternehmen der Branche sank von Januar bis Dezember um 25%, der Umsatz um 26,5%, die Auftragseingänge sogar um 28,8%.

Stahl- und Metallverarbeiter leiden vor allem im Export

Besonders die Entwicklung beim Export hat die Bilanz verhagelt: –28,6% beim Umsatz (Inland: –25,4%) und –31,6% beim Auftragseingang (Inland: –27,2%). „2009 war ein extremes Jahr“, sagt Dr. Andreas Möhlenkamp, Hauptgeschäftsführer des WSM Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung, Düsseldorf. „Aber unsere Unternehmen haben die Folgen bislang außerordentlich gut abgefedert und sind nun sehr gut gerüstet, um den erwarteten Aufschwung aktiv zu gestalten.“

Für das Jahr 2010 prognostiziert der WSM ein Produktionsplus von 3 bis 5% für die Stahl- und Metallverarbeitung. Jedoch zeigte das vergangene Quartal, dass der sich seit Mitte 2009 abzeichnende Aufwärtstrend noch recht anfällig ist.

Stahl- und Metallverarbeitung stagniert im vierten Quartal

Im Vergleich zum dritten Quartal stagnierten nahezu die einzelnen Entwicklungen bei Produktion (–0,1%), Umsatz (0,5%) und Auftragseingang (2,1%). „Das zeigt, dass eine kraftvolle Belebung weiterhin nicht in Sicht ist“, resümiert Möhlenkamp.

Insbesondere die erwartete Stabilisierung der Weltwirtschaft und des Handels stützt jedoch die Erwartungen des Branchenverbands für das Jahr 2010: „Die Vorzeichen ändern sich. Die Nachteile, die die Exportstärke unserer Unternehmen 2009 nach sich zogen, werden dieses Jahr zu Vorteilen. Deswegen war das vierte Quartal aus unserer Sicht auch lediglich eine Ausnahme.“

Stellenabbau bei Stahl- und Metallverarbeitern weiter denkbar

Sollten sich die Prognosen bestätigen, würde auch der Stellenabbau in der Branche sich weiter in einem engen Rahmen bewegen. Um 6,9% wurde die Zahl der Arbeitsplätze im Jahr 2009 reduziert. Möhlenkamp: „Bis zur Jahresmitte sind weitere Anpassungen denkbar. Letztlich entscheiden die Zukunftsaussichten der Unternehmen. Wenn die stimmen und sich stabilisieren, dann kann 2010 – wenn auch auf bescheidenem Niveau – ein Erfolgsjahr werden.“

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