Stahlverarbeitung/Metallverarbeitung Stahl- und Metallverarbeitung 2007 mit Produktionsrekord

Redakteur: Stéphane Itasse

Düsseldorf/Ratingen (si) – Die Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung haben im vergangenen Jahr mit einem Beschäftigungsplus von fast 6% den Ruf des industriellen Mittelstands als Jobmotor bestätigt. Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) rechnet nach einer eigenen Mitteilung vom Dienstag im Jahr 2008 mit weiterem Wachstum und einem weiteren Personalaufbau.

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Kleine und mittelgroße mittelständische Unternehmen der Stahl- und Metallverarbeitung feiern Produktionsrekorde und volle Auftragsbücher, heißt es. Fast nebenbei haben sie Arbeitsplätze geschaffen, insgesamt rund 23000 im vergangenen Jahr. Insgesamt rund 440000 Menschen arbeiten laut WSM heute in den gut 4600 Unternehmen der Branche.

Stahl- und Metallverarbeiter stellen ein

Das Personalwachstum in der Stahl- und Metallverarbeitung von fast 6% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegt deutlich über dem Durchschnitt des verarbeitenden Gewerbes von etwa 1,5% – ein Trend, der sich mit kleinen Unterbrechungen bereits seit Mitte der 90er Jahre fortsetzt.

19,5 Mio t Stahl und Metall haben die Unternehmen im vergangenen Jahr verarbeitet, das sind rund 40% des Gesamtausstoßes der deutschen Stahlwerke und 8,7% mehr als noch 2006. Der Umsatz der Branche lag bei 81,5 Mrd. Euro – ein Plus von gut 13% im Jahresvergleich. Die Auftragseingänge wuchsen von 2006 auf 2007 um 10,6% – inländische Bestellungen, bereinigt um einzelne Großaufträge im vierten Quartal, haben mit einem Jahresplus von 8,8% zu denen aus dem Ausland nach Jahren des schwächeren Wachstums aufgeschlossen.

Eine Erfolgsgeschichte, die auch 2008 aller Voraussicht nach ihre Fortsetzung finden wird. „Die Produktionsleistung wird weiter wachsen, mit etwa 4% aber nicht so stark wie 2007“, sagt Andreas Möhlenkamp, Hauptgeschäftsführer des WSM. Die gut gefüllten Auftragsbücher der größten Kundenbranchen Automobil- und Maschinenbau, die aktuelle Kapazitätsauslastung und die eigene sehr gute Auftragslage ließen – mindestens für das erste Halbjahr – eine stabile Geschäftsentwicklung erwarten.

Produkte aus Stahl und Metall bleiben gefragt

„Wir koppeln uns derzeit ein wenig von den eher pessimistischen Konjunkturvorhersagen der Wirtschaftsforscher ab. Stahl und Produkte aus Stahl und Metall werden auch bei einem geringeren nationalen Wirtschaftswachstum global weiter stark nachgefragt.“ Mit ihrem direkten Exportanteil von rund 32% und den engen Verbindungen mit exportstarken Kundenindustrien sei die Stahl- und Metallverarbeitung sehr gut aufgestellt.

Der WSM rechnet zudem mit einem weiteren Personalaufbau – das sechste Jahr in Folge. „Ein Plus von weiteren 2% ist machbar“, sagt Möhlenkamp. „Aber nur, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen verbessern. Oder zumindest nicht schlechter werden.“ Entlastungen, etwa bei den Sozialabgaben, dürften nicht von vorneherein ausgeschlossen werden. Die Unternehmen der WSM-Branche stünden schon an anderen Fronten unter enormem Druck.

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