Rohstoffmanagement Stahlschrott: Rohstoffmanagement bereitet wertvolle Ressource auf

Autor / Redakteur: Marius Schenkelberg / M.A. Frauke Finus

Um der Stahlnachfrage entgegen zu treten, nutzt Deutsche Edelstahlwerke recyclten Schrott. um ihn für einen gezielten Einsatz zu generieren und so für die sichere Belieferung der Stahlwerke zu sorgen.

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Die DHI hat es sich zur Aufgabe gemacht, unlegierte und legierte Schrotte zu beschaffen und diese dann für den Einsatz in den DEW-eigenen Stahlwerken aufzubereiten.
Die DHI hat es sich zur Aufgabe gemacht, unlegierte und legierte Schrotte zu beschaffen und diese dann für den Einsatz in den DEW-eigenen Stahlwerken aufzubereiten.
(Bild: DHI)

In Europa ist der Stahl knapp, da viele Unternehmen ihre Läger auffüllen und die Produktion nach der Corona-Krise wieder hochfahren. Umso wichtiger ist es, dass sich die Kunden auf eine zuverlässige Versorgung mit Stahlprodukten der Deutschen Edelstahlwerke (DEW), ein Unternehmen der Swiss Steel Group, verlassen können. Damit dies auch weiterhin erfolgen kann, arbeitet die DEW seit 2012 eng mit ihrem Tochterunternehmen, der DHI Rohstoffmanagement GmbH zusammen. „Um die Schrottversorgung für die DEW nachhaltig sicherzustellen, arbeitet die DHI mit regionalen Zulieferern und handelt damit ressourcenschonender als bei Käufen aus dem Ausland“, sagt Boris Weiffen, Leiter Handel bei DHI. Die DEW setzen für Beschaffung, Aufbereitung und Logistik von Stahlschrott auf die DHI – und haben sich mit Blick auf die begehrte Ressource frühzeitig zukunftssicher aufgestellt.

Globale Herausforderungen, regionale Lösungen

Die DHI Rohstoffmanagement GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Edelstahlwerke Services GmbH (51 Prozent) und der Horn Industrial Services GmbH. (49 Prozent). Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, unlegierte und legierte Schrotte zu beschaffen und diese dann für den Einsatz in den DEW eigenen Stahlwerken aufzubereiten. Hierdurch unterstützt die DHI das Bemühen aller Unternehmen in der Wertschöpfungskette, die CO2-Emissionen weiter zu senken. Durch den Aufbau regionaler Netzwerke und das Know-How bei der Aufbereitung und Zusammenstellung der Schrotte werden Anfahrtswege minimiert und der Einsatz von Primärlegierungen reduziert. Wie ist das bei einer Menge von etwa 800.000 t Schrott pro Jahr möglich? Die feine Unterteilung des Schrotts in mehr als 100 verschiedene Materialgruppen gelingt dank elaborierter, digital gestützter Verfahren wie der Röntgenfluoreszenz- und Spektralanalyse und dank intensiver Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Zu den wichtigsten Partnern gehören Stahlverarbeiter und Schrotthändler.

Auch um die anschließenden logistischen Prozesse kümmert sich die DHI. So werden die gewünschten Werkstoffe just-in-time an die DEW-eigenen Werke geliefert. „Unser Ziel ist es, die Analyse und Aufbereitung des Schrotts immer weiter zu verbessern und mehr und mehr Primärlegierungen durch Sekundärrohstoffe zu ersetzen. Dieser Ansatz ist umwelt- und ressourcenschonend. Denn statt Rohstoffe von weit weg zu beziehen, erhalten die DEW regionale Ware“, erklärt Boris Weiffen. Damit unterstützt die DHI auch das Green Steel-Konzept der DEW und arbeitet an einer kontinuierlichen Verbesserung der CO2-Emissionen des sogenannten „Scope 3 upstream“, das heißt einer Reduzierung der CO2-Emissionen der DEW vorgelagerten Prozesse und Produkte.

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