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Einkäufer-Gehaltsreport 2017

Starkes Ungleichgewicht bei Gehältern im Einkauf

| Redakteur: Udo Schnell

Die Gehaltsunterschiede der Einkäufer belaufen sich nach Betrachtung der Bundesländer auf bis zu 37.652 Euro.
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Die Gehaltsunterschiede der Einkäufer belaufen sich nach Betrachtung der Bundesländer auf bis zu 37.652 Euro. (Bild: Kloepfel Group)

Der Einkäufer-Gehaltsreport 2017 zeigt ein starkes Ungleichgewicht bei den Gehältern. Die schlechtesten Karten haben Frauen.

Die Kloepfel Group, Dienstleister für den Einkauf im Mittelstand, hat zusammen mit „Wer liefert was“ Einkaufsleiter und Einkäufer 2017 zum fünften Mal nach ihren Gehältern befragt. Die Erhebung mit 1712 befragten Einkaufsmanager ist den Angaben zufolge aussagekräftig und deckt eindeutige Trends auf.

Zum einen gibt es demnach zu wenige Frauen im Einkauf und diese seien auch noch schlecht bezahlt. 79 % der Einkäufer im Teilnehmerfeld sind dem Report zufolge männlich; 21 % sind weiblich. Nur jede zehnte Einkaufsleitung werde mit einer Frau besetzt. Grundsätzlich verdienen männliche Einkaufsleiter auch dieses Jahr mehr als ihre Kolleginnen. Während Einkäuferinnen durchschnittlich 53.158 Euro verdienen, erhalten Einkäufer 63.120 Euro und damit rund 19 % mehr. Bei der Einkaufsleitung sei der Abstand noch größer: Einkaufsleiterinnen erhalten im Schnitt 60.222 Euro, während Einkaufsleiter mit 75.709 Euro fast 25 % mehr verdienen.

Die Gehaltsunterschiede der Einkäufer belaufen sich nach Betrachtung der Bundesländer auf bis zu 37.652 Euro. Wie der Report zeigt, verdienen Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen mit 72.659 Euro am meisten und Einkäufer aus Sachsen mit 35.007 Euro am wenigsten. Bei den Einkaufsleitern liegen die Unterschiede bei bis zu 29.926 Euro. Am besten verdienen Einkaufsleiter aus Baden-Württemberg (80.023 Euro), am schlechtesten Einkaufsleiter aus Brandenburg (50.097 Euro). Grundsätzlich kann man eindeutig feststellen, dass Einkaufsleiter und Einkäufer aus dem Osten der Republik gegenüber dem Westen deutlich schlechter gestellt sind.

Bei der Erhebung fällt auf, wie Kloepfel ausführt, dass nur jeder zweite Einkäufer und nur sechs von zehn Einkaufsleitern 2016 mindestens eine Fortbildung besucht haben. Während sich Fortbildungen bei Einkäufern im Durchschnitt nicht auf das Gehalt ausgewirkt haben, verdienen Einkaufsleiter mit Fortbildungen rund 3000 Euro pro Jahr mehr als Kolleginnen und Kollegen ohne Fortbildung (72.383 Euro).

Carsten Reetz, Geschäftsführer von Kloepfel Personalmanagement, meint dazu: „Gerade durch den digitalen Umbruch der Wirtschaft sind Fortbildungen, beispielsweise zum Umgang mit und zur Deutung von Big Data, unerlässlich und tragen damit automatisch zu Gehaltsverbesserungen bei.“

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