Elektrische Verbindungstechnik Steckkupplung kombiniert Versorgungsleitungen

Autor / Redakteur: Thomas Maier / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Für eine Mehrfachkupplungsserie sind seit Kurzem auch Einsätze für Elektro- und Elektronikanschlüsse verfügbar, die damit auch Optionen für die elektrische Energieversorgung bieten. Alle Baukastenteile können ohne Werkzeug zusammengesetzt werden.

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(Bild: Eisele)

Das wegweisende Konzept der Multiline Adaptiv von Eisele dient dem Anschluss von Funktionsgruppen an Maschinen. Über ein modulares Baukastensystem mit Adaptiveinsätzen können genau die Anschlüsse in einer Mehrfachkupplung kombiniert werden, die für eine bestimmte Anwendung erforderlich sind. Montageaufwand und Rüstzeit können somit signifikant verringert werden. Dank des streng modularen Prinzips lassen sich so unterschiedliche Verbindungen wie Pneumatik, Gase, Kühlwasser, Flüssigkeiten und jetzt sogar Stecker für Elektro- und Elektronikleitungen in einer Schnittstelle zusammenfassen.

In Kooperation mit der Murrelektronik GmbH hat Eisele die Multiline Adaptiv zur Multiline E weiterentwickelt. Die einzigartigen Adaptiveinsätze können auch mit Elektro- und Elektronikanschlüssen des Oppenweiler Unternehmens bestückt werden. Je nach Bedarf werden M12-Rundsteckverbinder oder andere Anschlussformen für Bussysteme, Steuerungstechnik und Elektroversorgung eingesetzt. Zusätzlich können Schlauchverbindungen integriert werden.

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Individuell gewünschte Anschlüsse sind in Serie erhältlich

Für die Integration der E-Stecker hat Eisele das Design des Grundkörpers, der aus Edelstahl oder eloxiertem Aluminium gewählt werden kann, optimiert. Die Bohrlöcher für die einheitliche Außengeometrie der Adaptiveinsätze verfügen jetzt über eine zusätzliche Nut, sodass für die Elektroeinsätze die erforderliche Verdrehsicherung und Verpolsicherheit der E-Stecker garantiert ist. Auch eine fehlerhafte Montage der Kupplung ist aufgrund eines asymmetrischen Bohrbildes ausgeschlossen. Dank des breiten Komplettsortiments von Murrelektronik sind der Konfiguration der Kupplung Multiline E kaum Grenzen gesetzt.

Das E-Stecker-Programm startet mit den weitverbreiteten und genormten M12- Rundsteckverbindern in verschiedenen Bauweisen für unterschiedliche Anwendungen. Dazu gehören A-Codierung, drei bis zwölf Pole, Cube6, Profibus und Ethernet. Auch eine Variante des M12-Power-Steckers für die Leistungselektronik bis zu 630 V haben die Eisele-Ingenieure jetzt in das Programm aufgenommen: Der M12-Power-Steckverbinder nach IEC 61076-2-111 ist der kleinste und kompakteste Anschluss für Kabel mit Leitungen bis 2,5 mm2 auf dem Markt. Der Adaptiveinsatz mit fünf Leistungskontakten liefert bis zu 16 A je Pin. Der Power-Stecker ist verpol-, schock- und vibrationssicher. Die Multiline E wird sukzessive nach Kundenbedürfnissen um weitere Bauformen erweitert. Dabei kann auf das komplette Lieferprogramm von Murrelektronik zurückgegriffen werden.

Konfiguration des Steckers ist auch bei den Anschlusskabeln flexibel

Auch bei der Konfiguration der Anschlusskabel sind alle Optionen offen. Sie können zum Beispiel schleppkettentauglich, halogenfrei, chemisch beständig oder mit allen gängigen elektrischen Zertifizierungen in jeder benötigten Länge geliefert werden. Die Anschlusskabel lassen sich entweder mit vorkonfigurierten Steckern an die entsprechenden Adaptiveinsätze anschließen oder sie werden mit vorkonfektionierten Leitungen geliefert. Selbstverständlich können die Anwender die Verkabelung der Anschlüsse auf Wunsch auch selbst vornehmen und freie Leitungsenden bestellen. Mit der Kupplung Multiline E steht den Anwendern eine wirklich multimediale Schnittstelle zur Verfügung, die sich auch im Einsatz schnell und einfach ändern lässt.

Mit der Entwicklung der Multiline Adaptiv und der Multiline E hat Eisele Pneumatics ambitionierte Ziele in ein völlig neuartiges Produkt umgesetzt. Sein Augenmerk legt der Waiblinger Experte für Ganzmetallanschlüsse aber auch auf die aktuell gängige Lösung für die Zentralversorgung von Maschinen und Anlagen: Viele Industriestecker haben den Nachteil, dass der Zusammenbau oft nur mit Werkzeugen möglich ist. Werden darüber hinaus noch Kunststoffeinsätze verwendet, sind diese in der Regel im Gegensatz zu den Gehäusen fragil und wenig haltbar. Aufgrund ihrer Bauweise ist die Fehlersuche bei Defekten aufwendig und im Zweifelsfall müssen ganze Komponenten getauscht werden.

Ohne Werkzeug zu montieren

Eisele begegnet diesen Nachteilen mit der Übertragung des Baukastenprinzips der Multiline Adaptiv und Multiline E auf die marktgängigen Industriestecker durch robuste Adapter. Acht Anschlüsse können in einen solchen Adapter integriert werden. Dank des abgestimmten modularen Designs lassen sich verschiedene Anschlusstypen und Medien sowie verschiedene Anschlussdurchmesser in den Industriestecker integrieren. Die Maschinenversorgung kann über die bisher rein elektrische und elektronische Versorgung hinaus komplett in einer Schnittstelle vorgenommen werden. MM

* Thomas Maier ist Geschäftsführer der Eisele Pneumatics GmbH & Co. KG in 71332 Waiblingen

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