Parts2clean Steigende Bauteilsauberkeit verlangt Aktivitäten über die Reinigung hinaus

Redakteur: Josef-Martin Kraus

In der Teilereinigungs-Branche könnten die Geschäfte besser laufen, aber Krisenstimmung herrscht dort nicht. Das zeigte nicht nur die diesjährige Parts2clean, die 7. Fachmesse für die Reinigung in Produktion und Instandhaltung, sondern auch eine Branchenumfrage des Veranstalters Fair-Xperts.

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Danach sieht eine deutliche Mehrheit der Anbieter von Anlagen, Komponenten, Reinigungschemikalien und Peripherie die Zukunft der Branche positiv. Ein wesentlicher Grund liegt in den steigenden Anforderungen an die Bauteilsauberkeit. Über die Hälfte der befragten Anbieter wollen daher ihre Budgets für wichtige Branchenmessen wie die Parts2clean nicht kürzen und weitere 15% künftig sogar mehr in Messebeteiligungen investieren, um Neukunden zu gewinnen.

Parts2clean lockt 4350 Besucher an

Die diesjährige Teilereinigungs-Messe umfasste über 230 Aussteller. Sie wurde von rund 4350 Besuchern frequentiert. Konkrete Projekte, sogar kurzfristige Aufträge waren Gesprächsthemen.

Darauf eingestellt hatten sich die Aussteller, indem sie Innovationen präsentierten, die trotz steigender Anforderungen an die Bauteilsauberkeit das Investitionsbudget der Kunden nicht strapazierten. So wurden für die Teilereinigung mit organischen Lösemitteln kostengünstige Einstiegsmodelle präsentiert.

Dagegen setzt sich bei der wässrigen Teilereinigung die Modulbauweise immer mehr durch. Sie bietet Kunden die Chance, die Anlagengröße mit dem Auftragsvolumen „wachsen“ zu lassen. Die Möglichkeit zum stufenweisen Ausbau erleichtere die Investition in eine hochwertige Reinigungstechnik mit automatischem Teilehandling, heißt es.

Verschmutzung vermeiden erspart Aufwand bei der Teilereinigung

Dennoch besteht bei den Kunden weiterer Handlungsbedarf. Er betrifft jedoch weniger die Reinigungstechnik, sondern die Schmutzquellen in den vor- oder nachgeschalteten Prozessen. Sie seien häufig gar nicht bekannt, berichtete Roland Jung, zweiter Vorsitzender des Fachverbands industrielle Teilereinigung e. V. (FIT) im Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO). Gerade aufgrund der steigenden Anforderungen sei das problematisch.

Die Herausforderung beginnt bereits in der Konstruktion, wo laut Jung bauteilspezifische Kriterien fehlten: Einerseits werde im Automobil- und im Maschinenbau eine Sauberkeit wie in der Medizintechnik verlangt, andererseits gebe man dort der Reinigungstechnik nicht die Chance, an verdeckte Schmutznester zu gelangen.

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