Laserschneiden Steigende Faserlaser-Nachfrage soll befriedigt werden

Redakteur: Peter Königsreuther

Das Unternehmen Xteg verkauft chinesische Lasermaschinen, aufgepeppt mit deutschen Qualitätskomponenten – unter anderem mit Software von Lantek

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Eingedeutscht: Hiesige Software von Lantek steuert die aus China von Hgtech stammenden Faserlaser-Schneidmaschinen, die Xteg jetzt anbietet. So will man der steigenden Nachfrage nach solchen Schneidmaschinen jetzt begegnen, heißt es.
Eingedeutscht: Hiesige Software von Lantek steuert die aus China von Hgtech stammenden Faserlaser-Schneidmaschinen, die Xteg jetzt anbietet. So will man der steigenden Nachfrage nach solchen Schneidmaschinen jetzt begegnen, heißt es.
(Bild: Lantek)

Die steigende Nachfrage nach Faserlasern in Deutschland will Xteg bedienen und hat dafür im August 2019 die Exklusivvertretung von Hgtech für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernommen, heißt es. Günstige und zugleich hochwertige Faserlaser-Schneidmaschinen für die Metall- und Blechbearbeitung mitsamt Dienstleistungen und Service kann das Unternehmen Xteg deshalb nun anbieten. Und nach dem Shut-Down wegen der Corona-Epidemie in China laufe derzeit die Produktion dort wieder rasant an. Die qualtiätsentscheidenden Komponenten liefern deutsche Hersteller, betont Xteg. Dazu gehört auch die CAD/CAM-Schachtelsoftware des Software-Spezialisten Lantek.

Neue 2D-Faserlasermaschinen-Baureihe

Wenn Xteg-Geschäftsführer Tobias Kersten die drei Produktlinien zur Blech- und Metallbearbeitung mit Faserlasertechnik beschreibt, spricht er gerne von „eingedeutschten Maschinen" und erklärt: „Auch die Ersatzteile kommen dann aus Deutschland.“ Seit Ende letzten Jahres ist die 2D-Faserlaser-Schneidmaschinen-Serie Marvel im neu eröffneten Vorführ- und Applikationszentrum in Neuenstein bei Heilbronn zu sehen. Wer sich derzeit lieber online informieren möchte, finde auf der Xteg-Webseite (www.xteg.de) ausführliche Informationen und ein Video aus dem Vorführzentrum. Zum Portfolio gehört auch die Autobot-Serie zur 3D-Laserbearbeitung sowie die LT-Serie mit Laser-Rohrschneidmaschinen.

CAD-Software kann Teile kalkulieren

Für seine Maschinen bezieht Hgtech die CNC und Motoren von Siemens aus Erlangen, Schneidköpfe von Precitec aus Gaggenau und Absaugtechnik von Camfil aus Tuttlingen, informiert man. Mit Lantek habe sich Xteg einen IT-Experten ins Boot geholt, der nicht nur langjährige Erfahrung mitbringe, sondern mit seiner herstellerneutralen Software die Anwender auch an keinen bestimmten Maschinentyp binde und über das Laserbearbeitungs-know-how hinaus, auch andere Technologien abbilde. „Zudem können die Unternehmen mit der CAD-Software auch Teile kalkulieren – und mit weiteren Modulen von Lantek ihre Produktion und das gesamte Unternehmen weiter vernetzen“, merkt Kersten an.

Udates und Support aus Germany

Die Hgtech-Serien zur 2D- und 3D-Laserbearbeitung sind genauer gesagt, mit dem Software-Bundle Lantek Expert ausgestattet und die Faser-Rohrlaserschneidmaschine mit Lantek Flex 3D. Matthias Rolf, Gebietsvertriebsleiter von Lantek, erklärt: „In engem Austausch mit unseren chinesischen Kollegen und den Technikern von Hgtech in China und auch vor Ort in Deutschland haben wir die Grundinstallation unserer Schachtelsoftware auf die Maschinen zugeschnitten.“ Dafür habe man alle relevanten Maschinenparameter übernommen und auch einen neuen Postprozessor entwickelt. Weitere Vorteile der Zusammenarbeit mit Lantek für die Xteg-Kunden sieht wiederum Kersten darin, dass Software-Updates und Support aus Deutschland kommen.

Anpassungsfähiger Software-Modulbaukasten

Das Software-Portfolio von Lantek basiert auf über 30 Jahre Erfahrung in der Blechbearbeitung, heißt es weiter. Es decke den gesamten Prozess von der Angebotserstellung über die Produktion und Lagerverwaltung bis zur Rechnungsstellung ab. Mit Analysetools gibt Lantek Unternehmensführungen nicht zuletzt unterstützende Instrumente an die Hand, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Die Module würden nach dem Baukastenprinzip ineinander greifen, sowie individuell und je nach Digitalisierungsgrad des einzelnen Betriebs zusammengestellt. Nach und nach können sie laut Lantek auch ausgebaut werden.

Klar erkannte Vorteile des Faserlaserschneidens

Die Gründer von Xteg sind aber keinesfalls Branchenneulinge, betont man. Denn bisher haben sie bei mteg Blech bearbeitende Betriebe erfolgreich mit Gebrauchtmaschinen der Marke Trumpf mit verschiedenen Technologien versorgt – darunter auch CO2-Laser. Doch in der Blechbearbeitung hätten sich die Vorteile der Faserlasertechnologie herumgesprochen. Die Maschinen sind etwa umweltfreundlicher, energieeffizienter und im Betrieb günstiger, weil sie ohne Lasergase auskommen und aufgrund der einfacheren Bauweise einen geringeren Wartungsbedarf haben, erklärt Xteg. Der Faserlaser erlaubt auch höhere Fertigungsgeschwindigkeiten und kann auch Bundmetalle (Kupfer, Messing) schneiden. Letzteres sei mit dem CO2-Laser nicht möglich.

Einige aktuelle Infos zum chinesischen Protagonisten:

HG Laser ist eine Marke der 1977 gegründeten Hgtech, eines der Top 10 unter den weltweiten Laserherstellern. In enger Abstimmung mit Xteg hat Hgtech seine Maschinen an die Anforderungen des hiesigen Marktes hinsichtlich Bedienoberfläche, DIN-Normen und Sicherheitsvorschriften adaptiert. Nach dem wochenlagen Shut-Down wegen der Corona-Pandemie kehren die Chinesen derzeit wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. „Sie haben die Produktion rasant wieder hochgefahren und sind schon fast wieder bei 100 %“, berichtet Kersten. Unterdessen verändert sich die Stimmung auf dem deutschen Markt der Blechbearbeitung. „Gerade jetzt sind von Seiten der Unternehmen kostengünstige und zugleich hochwertige Faserlasermaschinen mit deutschen Komponenten, Ersatzteilen und Support gefragt“, weiß Kersten aus der Branche und ergänzt: „Unser gutes Preis-Leistungsverhältnis wird sie überzeugen.“

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