Polyurethan Steigende Rohstoff- und Energiekosten belasten Polyurethanverarbeiter

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Frankfurt am Main (jk) – Der Polyurethanverbrauch in Deutschland steigt überdurchschnittlich im Vergleich zum Weltmarkt. Diese Entwicklung hat sich 2007 im Umsatz der Polyurethanverarbeiter niedergeschlagen, der erstmals über 5 Mrd. Euro stieg. Dies geht aus den jüngsten Branchendaten der Polyurethanindustrie hervor.

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Diese Daten wird der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V., Frankfurt/Main offiziell Ende Januar auf der Fachtagung der Polyurethanverarbeiter und -anwender in Würzburg vorstellen. Grundlage dafür ist eine Marktuntersuchung des Verbandes.

Laut Marktuntersuchung lag die verarbeitete Polyurethanmenge im vergangenen Jahr in Deutschland bei über 900000 t. In Westeuropa waren es 3,3 Mio. t.

Polyurethanverarbeiter stellen sich auf veränderte Kundenstruktur ein

Die Verarbeitungsbranche umfasst rund 1000 Polyurethan verarbeitende Betriebe mit etwa 45000 Beschäftigten, zwischen denen es jedoch große Unterschiede gibt. So entfallen auf etwa 30% der Betriebe rund 70% der Verarbeitungsmenge. Dabei spiegelt sich die veränderte Kundenstruktur, wie es sie zum Beispiel in der Schuhindustrie gegeben hat, in den Anforderungen an die Verarbeiter wider.

Dazu hat der FSK eine Marktanalyse erstellt, die man auf der Tagung zusammen mit den jüngsten Marktdaten vorstellen wird. Daraus geht unter anderem hervor, dass der Werkstoffanteil an den Verarbeitungskosten von etwa 36% vor drei bis vier Jahren auf mittlerweile weit über 40% gestiegen ist.

Kunden akzeptieren keine steigenden Kosten

Zusammen mit den Energiekosten beeinflusse diese Entwicklung erheblich die Kostenstruktur der Verarbeiter. Denn die gestiegenen Kosten im Einkauf habe man an die Kunden nur unzureichend weitergeben können.

So stecken viele Verarbeiter heute in einer „Sandwich-Position“. Große Rohstofflieferanten und Produktabnehmer üben einen hohen Kostendruck auf die Verarbeiter aus. Die Folge ist laut FSK, dass sie Rendite einzelner Verarbeiter trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere im Export, Besorgnis erregend ist.

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