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EMO Hannover 2019

Stets ordnungsgemäß geschmiert

| Redakteur: Stefanie Michel

Für die Überwaschung des tribologischen Zustand der Linearführung auf Basis von Schwingungssignalen, hat Schaeffler das Systrem Durasense entwickelt. Das System sorgt für eine bedarfsgerechte, automatisierte Nachschmierung.

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Über die Pre-Processing-Unit lassen sich bis zu sieben Sensoren zur Überwachung des Schmierzustands von INA-Profilschienenführungen anschließen.
Über die Pre-Processing-Unit lassen sich bis zu sieben Sensoren zur Überwachung des Schmierzustands von INA-Profilschienenführungen anschließen.
(Bild: Schaeffler)

Durasense besteht aus Laufwagen mit einer speziell für diese Aufgabe entwickelten Sensorik und einer Pre-Processing-Unit für bis zu sieben Sensoren. Diese Pre-Processing-Unit ist das Herzstück, denn sie beinhaltet das Wälzlager-Know-how von Schaeffler, wertet die Sensorsignale aus und generiert den Schmierkennwert.

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Schaeffler Durasense nutzt den Effekt, dass alternder Schmierstoff beziehungsweise geringer werdende Schmierstoffmenge die emittierte Schwingungsenergie des Laufwagens beeinflusst. Der bei den Messfahrten ermittelte Schmierkennwert beschreibt den aktuellen Schmierzustand des Laufwagens und Schaeffler Durasense sendet bei Überschreitung eines im Neuzustand (= Sollzustand) generierten Schmiergrenzwertes ein Signal an die Maschinensteuerung. Optional kann Schaeffler Durasense mit einem Schmiersystem aus dem eigenen Hause kombiniert werden.

Durasense erkennt erfolgte oder ausbleibende Nachschmierung

Schaeffler Durasense erkennt eine ordnungsgemäße Nachschmierung ebenso wie eine ausbleibende Nachschmierung. Ein unvorhersehbarer und vorzeitiger Maschinenausfall aufgrund einer mangelhaften oder nicht ausgeführten Nachschmierung und Wartung soll damit der Vergangenheit angehören.

Für die Konfiguration und Inbetriebnahme dient ein Service-Setup-Tool. Hierzu wird die Pre-Proccessing Unit via Ethernet-Schnittstelle an einen PC angeschlossen. Während der anschließenden Referenzfahrt mit frisch geschmierten Laufwagen wird der Schmierzustand und der Schmiergrenzwert ermittelt und angezeigt. Über die Ethernet-Schnittstelle lassen sich bei Bedarf die Log-Files der Messungen auslesen und auch Updates laden.

Schmierzustand als analoges oder digitales Signal

Die Pre-Processing-Unit kann wahlweise digitale Signale 0–24 V oder analoge Signale 4 20 mA an die Maschinensteuerung ausgeben. Das digitale Signal zeigt an, ob sich der Schmierzustand des Laufwagens im Sollzustand befindet oder ob ein Nachschmieren notwendig ist. Das analoge Signal ermöglicht eine differenziertere Betrachtung des Schmierzustands und bietet somit die Möglichkeit, den Schmierkennwert für weitere tiefergehende Analysen zu nutzen.

Das Überwachungssystem macht den Schmierzustand der Führung transparent und zeigt ein kritisches Schmierniveau an. Somit kann bei Linearachsen, die beispielsweise aufgrund von geringen Belastungen und Laufleistungen lediglich aus Sicherheitsgründen an die Zentralschmierung angeschlossen waren, auf eine manuelle Nachschmierung umgestellt werden. Das Maschinenlayout werde so vereinfacht und die Kosten für die Verrohrung an die Zentralschmieranlage inklusive der Zumessventile eingespart. Überfettung beziehungsweise ein Ansammeln von Fett sowie das Risiko von verunreinigten Werkstücken könne ebenso vermieden werden.

Da Schaeffler Durasense die Veränderungen des Schmierzustandes am Laufwagen überwacht, erkennt das System laut Hersteller sämtliche Fehler und Veränderungen, die darauf Einfluss haben. Es meldet gegebenenfalls eine notwendige Nachschmierung an die Steuerung noch vor dem nächsten Schmierintervall. Bei ungewöhnlich kurzen Nachschmierintervallen werde eine Fehlersuche ermöglicht. In hochautomatisierten Fertigungen mit einer starken Verkettung der Maschinen können so auch ganze Fertigungslinien vor ungeplanten Stillständen geschützt werden, was die Gesamtanlageneffektivität entscheidend steigern soll.

Schaeffler auf der EMO Hannover 2019: Halle 7, Stand C46

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