Siemens Steuerung bietet mehr Leistung

Siemens hat den Funktionsumfang seiner Steuerungsfamilie Sinumerik 828 mit neuer Hard- und Software deutlich erweitert.

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(Bild: www.siemens.com/press)

Nach Aussage des Unternehmens sind die kompakten CNC nun mit der Softwareversion 4.7 und der leistungsstarken PPU 2xx.3 ausgestattet. So könne etwa die neue Sinumerik 828D Advanced bis zu zehn Achsen/Spindeln sowie zwei Hilfsachsen steuern. Zudem biete die leistungsstärkste Sinumerik 828 einen zweiten Bearbeitungskanal für die simultane Bearbeitung mit zwei Werkzeugen. Mit dem Update vergrößere sich auch das Einsatzspektrum der Sinumerik-828-Steuerungen: Sie können nun neben Dreh- und Fräsmaschinen als auch für Schleifmaschinen eingesetzt werden, heißt es.

Die Weiterentwicklung der kompakten Sinumerik-828-Steuerungen biete Anwendern vor allem eine höhere Produktivität und eine bessere Leistung ihrer Werkzeugmaschinen. Mit Sinumerik 828D Advanced lassen sich beispielsweise Fräsmaschinen mit bis zu acht interpolierenden Achsen oder Spindeln steuern und zugleich zwei zusätzliche Hilfsachsen – etwa für die Steuerung der Werkzeugzuführung, eines Palettenwechslers oder eines Späneförderers – befehligen. Anwender können zudem über einen zweiten Bearbeitungskanal in ihren Dreh- und Rundschleifmaschinen zwei unterschiedliche NC-Programme simultan ausführen oder per ProgramSync auf einfachste Weise miteinander synchronisieren, heißt es weiter. So ließen sich zwei Werkstücke gleichzeitig in einer Maschine bearbeiten, zum Beispiel zur simultanen Rückseitenbearbeitung in der Gegenspindel. Am selben Werkstück könnten auch zwei Werkzeuge gleichzeitig im Einsatz sein, um so mit doppelter Zerspanrate zu schruppen oder zeitgleich zu schruppen und zu schlichten, etwa beim Balance Cutting. Das steigere den Durchsatz an Werkstücken pro Maschine bei zugleich hoher Bearbeitungsgenauigkeit.

Mit der Softwareversion 4.7 ist laut Anbieter für die Sinumerik-828-Steuerungen die Software G-Tech für Schleifanwendungen verfügbar. Sie unterstütze Maschinenhersteller dabei, kompakte Schleifmaschinen mit bis zu zehn Achsen und zwei Bearbeitungskanälen zu konstruieren. Zudem biete die Sinumerik 828 den Herstellern von Schleifmaschinen Funktionalitäten wie Schleifzyklen und ein maßgeschneidertes Werkzeugmanagement.

Siemens habe ferner die Erstellung von Teileprogrammen an der Sinumerik 828 effizienter und schneller gestaltet. Anwender könnten etwa Geometrieelemente direkt aus einer DXF-Datei über die Konturerfassung in die Programmierung der Werkstückbearbeitung übernehmen. Unterstützend könne eine Vielzahl unterschiedlicher Dokumente und Dateiformate direkt am Bildschirm der Sinumerik aufgerufen werden. Zudem vereinfache die farbliche Markierung von

Syntaxelementen – das so genannte Syntax-Highlighting – die Programmierung und unterstütze den Operator dabei, effektiver und fehlerfrei zu arbeiten.

Die Sinumerik 828 biete mit der Softwareversion V4.7 einen umfassenden Know-how-Schutz für Zyklen, der unberechtigte Zugriffe auf werkseitig vorprogrammierte Abläufe verhindert. Kundenspezifische Benutzeroberflächen können neue Programmierelemente wie beispielsweise Dialogfester für die Fortschrittsanzeige und verdeckte Passworteingabe verwenden und lassen sich dadurch besonders benutzerfreundlich realisieren, so Siemens. Die Option CNC Lock soll den Herstellern Schutz bei Auslieferung von Maschinen gegen Ratenzahlung bieten. Nach Aktivierung der Option laufe die Maschine zunächst nur für eine begrenzte Zeit und könne dann nach vollständiger Bezahlung vom Anwender über einen Code unbegrenzt in Betrieb genommen werden. MM

* Siemens AG, München

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