Industrie 4.0

Steuerung macht Druckluft fit für die Zukunft

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Das Thema Industrie 4.0 ist bei Werner & Mertz zwar offiziell noch nicht als Leitlinie definiert, wird aber bereits diskutiert. Das bedeutet, dass die Druckluftstation auch für diesen potenziellen Anwendungsbereich in der Zukunft kompatibel sein muss.

Maßgeschneidertes Druckluftsystem setzt genaue Analyse voraus

Um ein Druckluftsystem in ein modernes Managementsystem zu integrieren, empfiehlt es sich, vorher eine Gesamtanalyse durchzuführen, die alle bei der Produktion relevanten Punkte berücksichtigt. Bei Werner & Mertz sind das vor allem: Betriebssicherheit, Energieersparnis sowie die Anbindung an das Produktions- und Energiemanagementsystem. Das Unternehmen war historisch gewachsen und das alte Druckluftsystem nicht mehr produktionsgerecht.

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Zusätzliche Probleme machte eine Aufsplittung in verschiedene Standorte. Weil die alte Anlage zudem mit keinerlei Sensorik ausgestattet war, musste zunächst ein Druckluftaudit durchgeführt werden. Das dafür verwendete Analysesystem ist mit relativ einfachen Anbindungsmöglichkeiten in der Lage, an der vorhandenen Anlage im Rahmen eines 14-tägigen Druckluftaudits vorhandene Verbrauchsmuster, aber auch Schwachstellen des Altsystems zu erkennen.

Druckluftsystem ist komplett vernetzt und damit reif für Industrie 4.0

Eine computergestützte Software ermöglicht es, das Verhalten der Kompressoren sowie Luftverbräuche, Drücke und auch mögliche Probleme bei der Druckluftaufbereitung zu visualisieren und über eine computergestützte Software Optimierungsvorschläge zu erarbeiten.

Werner & Mertz entschied sich für die Contracting-Variante – in diesem Fall für Sigma Air Utility –, bei der es vonseiten des Betreibers nur notwendig ist, auf dem Gelände seiner Produktionsstätte eine Räumlichkeit oder einen Platz zur Verfügung zu stellen, in dem eine moderne Druckluftstation aufgebaut und effizient betrieben werden kann.

Sind diese Voraussetzungen geschaffen, ist die anschließende Konzeptumsetzung relativ einfach. Wichtig für das System ist, dass nicht nur einzelne Komponenten ohne Intelligenz installiert werden, sondern dass die Kompressoren bereits mit Industrie-PCs ausgerüstet sind. Diese dienen später dazu, die Daten an eine übergeordnete Steuerung, wie in diesem Fall den Sigma Air Manager (SAM), weiterzuleiten, die die Station aufgrund der gesammelten Daten eigenständig optimieren kann und auch gleichzeitig – je nach Produktionslage des Betriebes – den Luftverbrauch, den der Betrieb benötigt, erkennt und die Anlage entsprechend nachregelt. Dies ist relativ einfach über einen Drucksensor an der Schnittstelle zwischen Erzeugung und Verbrauch möglich.

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