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Burghardt + Schmidt Streck-Biege-Richtanlage für dünnste Kupferbänder mit minimalen Toleranzen

| Autor / Redakteur: Tobias Möldner / M.A. Frauke Finus

Die Anforderungen an die Planheit von Metallbändern steigt. Gleichzeitig geht der Trend ‒ gerade in der Elektronikindustrie ‒ zu immer dünneren Materialien. Eine Qualitätsverbesserung durch Streck-Biege-Richten erleichtert dabei die Weiterverarbeitung deutlich. So erhöht sich etwa die Formgenauigkeit beim Stanzen und es sind dünnere Oberflächenbeschichtungen möglich.

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Da die alten Anlagen bei sehr dünnen Materialien zusehends an ihre regelungstechnischen Grenzen stießen, hat Burghardt + Schmidt eine neue Streck-Biege-Richt-Anlage entwickelt. Mit dieser lassen sich bis zu 20 µm dünne Kupferbänder richten und je nach Ausgangsplanheit Ebenheiten bis hinunter zu einer I-Unit erreichen.
Da die alten Anlagen bei sehr dünnen Materialien zusehends an ihre regelungstechnischen Grenzen stießen, hat Burghardt + Schmidt eine neue Streck-Biege-Richt-Anlage entwickelt. Mit dieser lassen sich bis zu 20 µm dünne Kupferbänder richten und je nach Ausgangsplanheit Ebenheiten bis hinunter zu einer I-Unit erreichen.
(Bild: Burghardt + Schmidt)

Für einen chinesischen Hersteller entwickelte der Schneid- und Richtmaschinenexperte Burghardt + Schmidt GmbH (B+S) eine innovative Lösung zum Planrichten extrem dünner Kupferbänder. Die Anlage eignet sich für sämtliche Legierungen des Werkstoffs sowie für Phosphorbronze und erlaubt es, Bänder von nur 30 µm Dicke mit minimalen Toleranzen zu bearbeiten. Je nach Ausgangsmaterial können Ebenheiten bis hinunter zu einer I-Unit erreicht werden.

Der Auftraggeber in China fertigt Teile für die Elektronikindustrie, welche sehr hohen Anforderungen an die Oberflächengüte und die Planheit beziehungsweise die Formgenauigkeit genügen müssen. Dabei kommen extrem dünne Metallbänder zum Einsatz, die mit einer neu zu konzipierenden Anlage für die Weiterverarbeitung vorbereitet werden sollen. Das Ziel der Neuanschaffung war es, die Formtoleranz im Stanzprozess in engen Grenzen zu halten. Dies ist in Hinblick auf die automatisierte Montage der elektronischen Bauteile von großer Bedeutung. Neben der Planheit definierte der Auftraggeber auch Ausschlusskriterien an die Oberflächengüte. Das heißt, das Endprodukt sollte durch die Bearbeitung sein Reflexionsvermögen nicht verändern.

Kassette mit 8 mm Richtwalzen

„Angesichts des klar erkennbaren Trends zu immer dünner werdenden Bändern stieß B+S mit seinen Anlagen immer wieder an die regelungstechnischen Grenzen. Bedingt durch Kundenanforderungen sowie entsprechende Marktanalysen haben wir deshalb seit geraumer Zeit Basisentwicklungen vorangetrieben, die prinzipiell das Richten von Metallbändern mit nur 20 µm Dicke erlauben“, erläutert der technische Leiter bei B+S, Volker Lüdecke, die Hintergründe. Das vorgelegte Konzept sowie die langjährige Erfahrung im Streck-Biege-Richten gaben schließlich den Ausschlag für den Erhalt des Auftrags aus China.

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