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Augmented Reality Superdünnes Display macht jede Brille zum Google-Glass-Konkurrenten

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Das VTT Technical Research Center of Finland hat ein Millimeter dünnes Display entwickelt, das problemlos in jede Brillenfassung passen soll.

Dünn, leicht und nahtlos integrierbar: Die neuen Displays für Smart Glasses basieren auf Lichtleiter-Technologie.
Dünn, leicht und nahtlos integrierbar: Die neuen Displays für Smart Glasses basieren auf Lichtleiter-Technologie.
(Bild: Juha Sarkkinen)

Das Display basiert auf einer Lichtleiter-Optik, welche die Herstellung sowohl von Glas- als auch von Plastik-Displays ermöglicht. Bei einer Dicke von nur 1 mm verspricht es ausgezeichnete Transparenz und Farbtiefe. Zudem kann die Form des Displays frei gewählt werden. Das Spin-off Dispelix Oy des VTT will die auf Lichtleiter basierende Technologie bereits 2016 auf den Markt bringen.

Antti Sunnari, Managing Director bei Dispelix Oy, erklärt: „Je weiter sich die optische Technik entwickelt, desto nahtloser werden Displays in normale Brillen integriert. Durch die Nähe zum Auge ist die Bildgröße etwa vergleichbar mit dem Betrachten eines 60 Zoll großen Flachbildschirms aus drei Metern Entfernung.“

Die in Kürze verfügbaren Displays sollen unbegrenzte Möglichkeiten für Endverbraucher sowie professionelle Anwendungen ermöglichen. Die ersten Anwendungen werden im Fitness-Bereich erschlossen: Sportler können sich direkt auf dem Display beispielsweise die Pulsfrequenz, Navigation sowie Aktivitätsdaten anzeigen lassen. Weitere Anwendungen soll die Display-Technologie im Bereich Gesundheitswesen, verarbeitende Industrie, Verfahrenstechnik und Logistik erschließen.

„Im Vergleich mit bereits bestehenden Lösungen, die sperrig und schwer herzustellen sind, sind die Displays von Dispelix dünn, leicht, ästhetisch und bieten die Möglichkeit der Serienfertigung“ ergänzt Sunnari. Zudem können die Displays laut Sunnari auf unterschiedliche Kunden-Bedürfnisse zugeschnitten werden – von einfachen monochromen Informationen bis hin zu mehrfarbigen Videos sei alles möglich.

Um die Vermarktung zu beschleunigen ist Dispelix dabei, ein Partnernetzwerk aufzubauen. Die Displays sind bereits serienreif und das Unternehmen zielt darauf ab, die ersten davon bereits 2016 an Kunden auszuliefern.

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