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SPS IPC Drives Synchronmotoren als Sensor und Datenquelle nutzen

| Redakteur: Stefanie Michel

Intelligente Lösungen mit kürzeren Zykluszeiten und mehr Flexibilität im Umfeld von Industrie 4.0: Diese Marktanforderungen will Bosch Rexroth mit der neu konzipierten Synchronservomotor-Baureihe MS2N erfüllen.

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Die Synchronservomotoren der Baureihe MS2N mit Einkabelanschluss liefern im Verbund mit Indradrive-Regelgeräten Daten für die vernetzte Fabrik.
Die Synchronservomotoren der Baureihe MS2N mit Einkabelanschluss liefern im Verbund mit Indradrive-Regelgeräten Daten für die vernetzte Fabrik.
(Bild: Bosch Rexroth)

In der neuen Synchronmotor-Baureihe MS2N tastet sich laut Bosch Rexroth die Intelligenz bis zum Motor vor. Denn die individuellen Messwerte jedes einzelnen Motors sowie die Sättigungs- und Temperaturdaten sind im jeweiligen Motordatenspeicher hinterlegt und werden von Indradrive-Regelgeräten automatisch verarbeitet. Das steigere die Drehmomentgenauigkeit erheblich und reduziere den Toleranzbereich im laufenden Betrieb auf einen Bruchteil bisher üblicher Werte. Erstmals kann der Servomotor sowohl als zuverlässiger Sensor als auch als Datenquelle genutzt werden. So lassen sich Anwendungen im Umfeld von Industrie 4.0, wie Condition Monitoring, ohne Zusatzkomponenten zu realisieren.

Durch neue Motorenkonstruktion bis zu 30 % höhere Drehmomentdichte

Die Motoren sind trotz höherer Performance kompakter als die Vorgängermodelle. Durch die neue Motorkonstruktion und optimierte elektromagnetische Auslegung erreicht die neue Generation eine um bis zu 30 % höhere Drehmomentdichte, so der Hersteller. Das hat für Maschinenhersteller zwei Effekte: In bestehenden Antriebsaufgaben können kleinere Motoren eingesetzt werden, während bei vorgegebenem Motoreinbauraum mehr Leistung zur Verfügung steht. Die bis zu fünffache Überlastfähigkeit bei durchgängig niedriger Rotorträgheit soll dabei höchste Beschleunigung und Dynamik in allen Baugrößen garantieren.

Durch den Einsatz hochwertiger Materialien könne die Neuentwicklung auch in höheren Drehzahlbereichen in Dauerleistung genutzt werden. Zudem reduzieren sie zusammen mit der optimierten Wicklungstechnik die internen Verluste. Damit erziele die neue Motorengeneration eine deutlich verbesserte Energieeffizienz und sorge für reduzierte Betriebskosten.

Flexibler elektrischer Anschluss: Einkabel- oder Zweikabel-Lösung möglich

Die durchgängig hochdynamische Baureihe MS2N gibt es in sechs Baugrößen mit jeweils bis zu fünf Baulängen. Sie deckt das Leistungsspektrum von 4 Nm bis 300 Nm Maximaldrehmoment und 0,8 Nm bis 148 Nm Stillstandsdauerdrehmoment ab. Alternative Varianten mit höherer Rotorträgheit zur besseren Massenanpassung ergänzen das umfangreiche Programm und erlauben die exakte Abstimmung zwischen Aufgabenstellung und Motorauswahl. Dazu passend gibt es drei abgestufte Gebersysteme.

Für den elektrischen Anschluss von Leistung und Gebersignal stellt Rexroth einen Einkabelanschluss sowie konventionelle Zweikabel-Lösungen mit hochflexiblen Kabelvarianten und praktischem Schnellverschluss bereit. Beide Optionen ermöglichen die volle Kabellänge nach Indradrive-Standard, das heißt bis zu 75 m ohne Zusatzkomponenten. So können beide Anschlusstypen kostenoptimal miteinander kombiniert werden. Die Anlagenverkabelung unterliegt nicht mehr den Beschränkungen bisheriger Einkabelsysteme.

Bosch Rexroth auf der SPS IPC Drives 2015: Halle 7, Stand 7-450

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