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Timtos 2013

Taiwaner greifen mit Hightech-Maschinen an

| Redakteur: Ken Fouhy

Die Werkzeugmaschinenexporte nach Deutschland, Großbritannien und in Türkei sollen 2013 steigen, so Tami-Geschäftsführer C.C. Wang.
Die Werkzeugmaschinenexporte nach Deutschland, Großbritannien und in Türkei sollen 2013 steigen, so Tami-Geschäftsführer C.C. Wang. (Bild: Fouhy)

Die taiwanesische Werkzeugmaschinenindustrie befindet sich auf der Erfolgsspur, hat aber derzeit mit Wechselkursproblemen zu kämpfen. Andererseits wenden sich Taiwans Hersteller verstärkt dem Hightech-Segment zu. Davon kann man sich auf der Timtos 2013 in Taipeh überzeugen.

Die Produktion von Werkzeugmaschinen in Taiwan sei im Jahr 2012 um 5,2 % auf 5,43 Mrd. US-Dollar gestiegen und werde auch im Jahr 2013 weiter wachsen, sagte Tami-Verbandspräsident Alan Lu am 5. Februar 2013 auf einer Pressekonferenz auf der Werkzeugmaschinenmesse Timtos 2013, die vom 5. bis 10 März in Taipeh stattfindet.

Taiwan exportiert drei Viertel seiner Werkzeugmaschinenproduktion

Ob das Wachstum im laufenden Jahr 5 oder 10 % erreiche, hänge allerdings von externen Faktoren, insbesondere Wechselkursen ab. Zurzeit hätten die taiwanesischen Werkzeugmaschinenhersteller wegen des starken Taiwan-Dollars erhebliche Nachteile im Wettbewerb mit japanischen oder koreanischen Anbietern, gab Tami-Geschäftsführer C.C. Wang auf der Pressekonferenz zu verstehen. Der Grund: Mehr als drei Viertel der Werkzeugmaschinenproduktion Taiwans gehen in den Export.

Zugute kommt den taiwanesischen Herstellern allerdings, dass sie sich zunehmen im Hightech-Segment tummeln. Dies habe dazu geführt, dass der Durchschnittspreis pro Maschine im Jahr 2012 um 25 % gestiegen sei, so Wang.

Taiwans Hersteller setzen auf Fünf-Achs-Bearbeitung

Auf der Timtos 2013 ist dieser Trend deutlich erkennbar. Viele Hersteller bieten Fünf-Achs-Bearbeitungszentren an sowie Kombimaschinen mit Zerspanung und Schleifen oder Zerspanung und Laserbearbeitung. Branchenprimus YCM stellt ein neues vertikales Bearbeitungszentrum mit zwei Spindeln die unabhängig von einander arbeiten können, vor. „Bisher waren solche Maschinen in Taiwan unbekannt“, so CEO Bryan Chen im Gespräch mit MM Maschinenmarkt. Kernstück der Maschine ist eine Fanuc-32i-Steuerung.

Auch das erste Bearbeitungszentrum mit Linearmotoren auf allen Achsen präsentiert YMC auf der Timtos 2013. Das Bearbeitungszentrum (FP55LX) hat Eilgänge von bis zu 90 m/min und eine Beschleungigung von 1 g. Die 11-kW-Spindeln verfügten über eine Kernkühlung und erreichten bis zu 30.000 min-1, so Firmenchef Chen. Expansionspläne hat Chen auch in Deutschland. „Binnen zweier Jahre werden wir ein neues Technologiezentrum in der nähe von München errichten“, sagte er gegenüber MM Maschinenmarkt.

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