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VDMA

Teilbranchen bei Bau- und Baustoffmaschinen driften auseinander

| Redakteur: Stéphane Itasse

Bei den Bau- und Baustoffmaschinen ist die Entwicklung teilweise sehr unterschiedlich. (Bild: Putzmeister)
Bei den Bau- und Baustoffmaschinen ist die Entwicklung teilweise sehr unterschiedlich. (Bild: Putzmeister)

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Zur Jahresmitte ist die Geschäftslage in den Unternehmen der deutschen Bau- und Baustoffmaschinenindustrie höchst uneinheitlich. Während einige Teilbranchen bereits wieder an den Rekordumsatzniveaus von 2007/2008 kratzen, verharren andere noch immer in einem Tal der Tränen, wie der VDMA am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt.

Trotzdem geht der VDMA-Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen davon aus, dass dank der guten Entwicklung bei den Baumaschinen das für die Gesamtbranche zu Beginn des Jahres prognostizierte Umsatzplus von 10% gegenüber dem Vorjahr tatsächlich höher ausfallen wird. 2010 erwirtschaftete die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie einen Gesamtumsatz von 10,6 Mrd. Euro. Davon entfielen 6,3 Mrd. Euro auf den Baumaschinensektor und 4,3 Mrd. Euro auf die Baustoff-, Glas- und Keramikmaschinensparte.

Baumaschinen wie Baustoffmaschinen noch unter dem 2008er-Niveau

Im ersten Halbjahr 2011 liegt der Umsatz im Baumaschinenbereich zwar im Durchschnitt der letzten sieben Jahre, aber immer noch 38% unter dem Rekordniveau des Jahres 2008; bei Baustoffmaschinen sind es 11% über dem Durchschnitt und 28% unter Rekordniveau, heißt es. „Auch wenn in einigen Teilbereichen wieder gute Zahlen geschrieben werden, besteht kein Grund für überbordende Euphorie“, sagt Dr. Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes.

Die Schuldenkrisen in Europa und den USA und die Unruhen in der arabischen Welt würden reichlich Unsicherheiten bergen. Und auch die zu Boomzeiten stark gewachsenen Kapazitäten seien noch lange nicht wieder ausgelastet.

Baumaschinen und Baustoffmaschinen auch im Inland gefragt

Laut Mitteilung wird das Geschäft wie immer vom Ausland getrieben. Aber auch der Inlandsmarkt entwickle sich erfreulich mit Wachstumsraten bei Auftragseingang und Umsatz, die über denen des Auslands liegen. Die stürmische Nachfrage, wie sie die Branche noch 2010 und im ersten Quartal 2011 erlebt habe, sei allerdings im Moment unterbrochen.

„Ob der Knick in den Auftragseingängen aber schon auf ein Ende der Erholungsphase und eine Trendwende hindeutet, vermögen wir heute noch nicht zu sagen“, meint Sebastian Popp, VDMA-Konjunkturexperte für Bau- und Baustoffmaschinen. Die starken Schwankungen in der Nachfrage verlangten von den Unternehmen heute eine Flexibilität in der Produktion, die kaum zu stemmen sei.

Hersteller von Bau- oder Baustoffmaschinen klagen über Zulieferer

Große Sorgen bereiteten ihnen auch die Zulieferer, die offenbar auch mit den Schwankungen zu kämpfen haben. Unternehmen aus allen Teilbereichen berichteten von Schwierigkeiten bei der Lieferfähigkeit von Komponenten und von Problemen bei der Qualität der gelieferten Teile. Auch die Preissteigerungen seien vielfach kaum nachvollziehbar.

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