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Elektromobilität

Verbundprojekt erforscht flexible Großserienfertigung von Elektroauto-Antrieben

| Redakteur: Stéphane Itasse

Elektromobilität günstiger zu machen ist das Ziel des Projekts Epromo.
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Elektromobilität günstiger zu machen ist das Ziel des Projekts Epromo. (Bild: Teamtechnik)

Die Bundesregierung hegt ehrgeizige Pläne für die Förderung der Elektromobilität. Um die derzeit noch zu teuren Antriebskomponenten für Elektroautos günstiger zu machen, fördert das Bundesforschungsministerium jetzt das Verbundprojekt Epromo mit 1,8 Mio. Euro, wie der Projektleiter Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH, Freiberg, mitteilt.

1 Mio. Elektrofahrzeuge sollen im Jahr 2020 auf dem deutschen Markt sein, heißt es in den Zielsetzungen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung. Damit wird der Bedarf an Elektro- und Hybridfahrzeugen in den kommenden Jahren stark steigen und so auch der Bedarf an elektrischen Antrieben. Derzeit ist eine wirtschaftliche Produktion von Großserien allerdings nicht möglich, denn die automatisierte Herstellung von Antriebskomponenten für E-Fahrzeuge steckt noch in den Kinderschuhen.

Wettbewerbsfähiges Fertigungs-, Montage- und Prüfkonzept für Elektroauto-Antriebe gesucht

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher das Verbundprojekt Epromo im Rahmen des Spitzenclusters „Elektromobilität Süd-West“ mit 1,8 Mio. Euro. In dem Projekt werden ab sofort Automotive-Partner an einem wettbewerbsfähigen Fertigungs-, Montage- und Prüfkonzept für Elektroantriebe arbeiten. Am Projektende im September 2015 sollen sie eine Lösung vorstellen, die stückzahlflexibel von der Klein- bis zur Großserie ausbaufähig ist, mit der verschiedene Antriebsvarianten produziert werden können und die sich mit wenig Aufwand an technische Neuentwicklungen anpassen lässt.

Das Projektteam wird geleitet vom Automatisierungsspezialisten Teamtechnik und setzt sich zusammen aus Mitarbeitern der Daimler AG, Faude Automatisierungstechnik, dem Hersteller von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen MAG, Wittenstein Cyber Motor sowie den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) sowie Produktionstechnik und Automatisierung (Fraunhofer IPA). Gemeinsam wollen sie in den kommenden drei Jahren Zukunftsszenarien zu Bauformen und Stückzahlen elektrischer Antriebe analysieren, eine zukunftsfähige, modulare Prozesskette erarbeiten und diese anschließend in eine Produktionsplattform umsetzen.

Machbarkeit günstiger Elektroauto-Antriebe beweisen

Teamtechnik entwickelt und baut seit Jahren flexible Montage- und Prüfsysteme für den Bereich Antriebsstrang und überträgt laut eigener Mitteilung dieses Powertrain-Know-how nun auf die Komponenten alternativer Antriebstechniken. „Wie in vielen Produktionsprozessen ist auch für die Produktion von E-Mobility-Komponenten die Flexibilität einer Anlagenplattform ausschlaggebend für eine wirtschaftliche Produktion. Wir wollen durch den Aufbau von Schlüsselprozessen die Machbarkeit einer solchen Anlagenplattform beweisen“, begründet Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik-Gruppe sein Engagement im Verbundprojekt.

Das Projekt Epromo ist Teil des Spitzenclusters „Elektromobilität Süd-West“, der mit rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft als einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität gelte. Für die Vernetzung der Clusterpartner aus den Bereichen Fahrzeugtechnik, Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnik sorge die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie (E-Mobil BW GmbH), die als Clustermanagement alle Aktivitäten koordiniere.

Das Spitzencluster wird vom BMBF im Rahmen der High-Tech-Strategie der Bundesregierung über einen Zeitraum von fünf Jahren mit 40 Mio. Euro gefördert. Ziel der Spitzenclusterförderung sei es, regionale Potenziale entlang der gesamten Innovations- und Wertschöpfungskette zu bündeln, damit Ideen und Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung schneller in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

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