Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Fertigungstechnik

Industrie 4.0: Update für die Fabrik der Zukunft

| Autor / Redakteur: Christa Friedl / Udo Schnell

(Bild: Kuka)

In der Smart Factory der Zukunft bestimmen Computer über Geschwindigkeit, Art und Kosten der modernen Fertigung. Wächst also unter Industrie 4.0 zusammen, was zusammengehört? Bis IT und Anlagenbau tatsächlich fusionieren, sind noch einige Hürden zu nehmen.

Maschinenbau und Computertechnik sind alte Bekannte. Schon vor über 20 Jahren galten Computer Integrated Manufacturing und die vollautomatisierte Fabrik der Zukunft als vielversprechendes Ergebnis der Verschmelzung von IT und Anlagenbau. Der Erfolg blieb aber aus. CIM scheiterte vor allem an zu langsamen Computern und wenig smarter Software. Und mit der „Fabrik der Zukunft“ verbanden sich Ängste vor menschenleeren Geisterfabriken.

Bei Industrie 4.0 organisieren sich global vernetzte Produktionseinheiten selbstständig

So gesehen, sind Maschinenbau und IT zwar alte Bekannte, aber nicht unbedingt Freunde. Dennoch: Moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) wird über kurz oder lang die Regie über die industrielle Fertigung übernehmen. „Nur durch Einzug der IKT in die Fabriken bleibt die deutsche Industrie wettbewerbsfähig“, ist VDI-Direktor Dr.-Ing. Willi Fuchs überzeugt.

Der Markt gibt längst die Richtung vor. Der gesellschaftliche Trend zur Individualität und Differenzierung, wirtschaftliche Fertigung auch von kleinsten Losgrößen, steigender Kosten- und Termindruck, große Marktvielfalt, wachsende Energie- und Ressourcenkosten – sie alle wirken als Treiber, die der industriellen Produktion ein neues, digitales Gesicht verleihen werden.

Was aber genau ist das: Industrie 4.0? Eine einheitliche Definition dafür gibt es nicht. Als wesentlicher Kern gilt: „Produktionseinheiten werden global vernetzt und organisieren sich selbstständig, um Aufträge auszuführen“, brachte es Prof. Dieter Wegener, Vizepräsident von Advanced Technologies & Standards der Siemens AG in Nürnberg, bei einer VDI-Tagung auf den Punkt.

Reale und virtuelle Welt verschmelzen bei Industrie 4.0

Bei Industrie 4.0 verschmelzen reale und virtuelle Welt. Maschinen entscheiden autonom, Geräte kommunizieren selbstständig untereinander, Anlagen und Werkzeuge können innerhalb kürzester Zeit an wechselnde Produkt- oder Produktionswünsche angepasst werden. Wie ein unsichtbares Nervennetz durchzieht Automatisierungstechnik die gesamte Produktionsanlage. Kabel und Bussysteme werden von Netzwerken abgelöst, die sogenannte Cyber Physical Systems (CPS) steuern – drahtlose Produktionseinheiten, die sich laufend selbst optimieren. „Maschinen und Geräte werden zu abstrakten Objekten, die in Modellen behandelt und getestet werden, bevor man sie herstellt und installiert“, erläutert Prof. Detlef Zühlke vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. All das macht „digital enterprise“ – nach Dampfmaschine, Fließband und Computer – zur vierten Stufe der industriellen Revolution.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 37995260 / Fertigungsautomatisierung / Prozessautomatisierung)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Harmonische Verbindungen halten deutlich länger

Manz AG

Harmonische Verbindungen halten deutlich länger

14.09.18 - Lithium-Ionen-Batterien treiben E-Mobile und Akku-Werkzeuge an. Die sichere Verbindung hochleitfähiger Metalle ist dabei der Schlüssel für schnelle Ladezeiten und mehr Leistung. Automatisiertes Laserschweißen optimiert nun die Batteriefertigung. lesen

MM Award zur AMB 2018 verliehen

Preisverleihung

MM Award zur AMB 2018 verliehen

21.09.18 - Mit dem MM Award zur AMB hat der MM Maschinenmarkt am ersten Messetag in Stuttgart besondere Innovationen aus dem Bereich der Metallbearbeitung ausgezeichnet. lesen

Laserschneiden mit der neusten Technik: energieeffizient und produktiv

Brosius / Bystronic

Laserschneiden mit der neusten Technik: energieeffizient und produktiv

13.09.18 - „Vernünftig mit vernünftigen Menschen zusammen arbeiten“ – das möchte Thomas Brosius. Und das scheint zu funktionieren. Bei dem Auftragsfertiger aus der Nähe von Trier jagt seit dem Gründungsjahr 2005 eine Produktionsauslastung die nächste. Beim Laserschneiden wird man diesem Umstand seit Anfang des Jahres mit einem Faserlaser Bystar Fiber mit 8 kW von Bystronic Herr. lesen