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Studie

Energieeffizienz wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor

| Redakteur: Stéphane Itasse

Energieeffizient lohnt sich, wie beispielsweise Bosch am seinem Standort in Homburg/Saar demonstriert hat.
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Energieeffizient lohnt sich, wie beispielsweise Bosch am seinem Standort in Homburg/Saar demonstriert hat. (Bild: Bosch)

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Energieeffizienz ist mittlerweile Chefsache geworden. Grund sind nicht nur politische Regulierungen und gesetzliche Vorgaben – laut einer Studie der Unternehmensberatung Bain & Company können energieeffiziente Unternehmen ihre Profitabilität sogar signifikant steigern. Energieeffizienz werde damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Bald schon wird es vom Gesetzgeber festgelegte Energieeffizienzstandards geben, denn die europäische Energieeffizienzrichtlinie 2012/27 muss in allen EU-Ländern umgesetzt werden, wie die Unternehmensberatung am Mittwoch mitteilt. In Deutschland werden die Ökosteuererleichterungen der Unternehmen daran gekoppelt, dass ein Energieeffizienzmanagement nach DIN EN ISO 50.001 existiert und bestimmte Schwellenwerte eingehalten werden.

2 % mehr Profitabilität durch Energieeffizienz

Führende Produktionsunternehmen zeigen schon heute, dass Energieeffizienz enorme Potenziale freisetzen kann, wie es heißt. Wer direkte und indirekte Energiekosten senke, könne innerhalb von drei Jahren seine Profitabilität um durchschnittlich 2 % steigern. Die Vorreiter bestätigten, dass eine höhere Sensibilität für das Thema Energieeffizienz im Unternehmen häufig zu neuen Produkten und Dienstleistungen führe, und damit zu mehr Umsatz. Energieeffizienzprogramme verbesserten zudem die Arbeitgeberattraktivität, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Nachhaltigkeit. Die Studie „Hidden Treasure – Why energy efficiency deserves a second look“ der Unternehmensberatung zeige, wie Unternehmen mit neun Hebeln ihre Energieeffizienz steigern können – von der technischen Optimierung der Produktionsprozesse bis zur Mobilisierung der Mitarbeiter.

Die Berater nennen ein Beispiel: Im Jahr 2002 startete der Chemiekonzern BASF ein umfassendes Energieeffizienzprogramm – zunächst mit dem Ziel, Kosten zu senken. Bald zeigte sich, dass Energieeffizienz nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch eine kulturelle. Denn viele Maßnahmen benötigten die Mitarbeit auf allen Hierarchieebenen.

Energieeffizienz ist bei Vorreitern mehr als nur Kostensenkung

Heute sei Energieeffizienz ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens und präge das Selbstverständnis sowie die Kultur von BASF. Das Thema stehe unter der Führung des CEO und werde weltweit in zahlreichen Initiativen umgesetzt – und immer mehr Mitarbeiter identifizierten sich mit den Energiesparzielen. Wie weit das gehen könne, zeige die jüngst von und für BASF-Mitarbeiter herausgegebene Broschüre zum Energiesparen zu Hause und am Arbeitsplatz.

„Was wir bei BASF sehen, spiegelt die allgemeine Entwicklung wider. Das Thema Energieeffizienz ist aus der Kostensenkungsecke herausgetreten“, sagt Oliver Strähle, Studienautor und Leiter der Industrie-Praxisgruppe von Bain & Company im deutschsprachigen Raum. „Achtsam mit Energie umzugehen und den richtigen Energiemix zur richtigen Zeit zu beziehen, ist heute Teil des Selbstverständnisses und der Kultur energieeffizienter Unternehmen.“

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