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CAM-Software

Errechneter Rohmaterialverbrauch hält Bestand in Echtzeit aktuell

| Autor / Redakteur: Doris Jessen / Stefanie Michel

Bleche schneiden mit möglichst wenig Verlust – und dies gleich an das SAP-System weitergeben: Das war das Ziel eines Blechverarbeiters.
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Bleche schneiden mit möglichst wenig Verlust – und dies gleich an das SAP-System weitergeben: Das war das Ziel eines Blechverarbeiters. (Bild: RBT Rehm Blechtec)

Rohmaterial ist teuer und deshalb sollte die Fertigung mit möglichst geringem Verschnitt auskommen. Um den Verbrauch zu optimieren, hat ein Blechverarbeiter die CAM-Spezialsoftware act/cut für Blechschneidemaschinen mit der im Unternehmen eingesetzten SAP-Lösung über eine nicht ganz triviale Schnittstelle verbunden.

In Zeiten steigender Rohstoffpreise ist jeder Quadratzentimeter Verschnitt zu vermeiden – egal ob es sich um Edelstahl, Aluminium oder einfaches Stahlblech handelt. Das gilt umso mehr, wenn pro Jahr 500 t Rohmaterial zu glänzenden Produkten verarbeitet werden. „15 bis 20 % Verschnitt sind nicht zu vermeiden, aber wir sind stetig bemüht, den Anteil durch intelligente Fertigungsmethoden zu senken“, erklärt Ernst Lamparter, der bei Rehm Thermal Systems GmbH für die SAP-Systembetreuung verantwortlich ist.

Mit act/cut Blechverbrauch bei möglichst geringem Verschnitt berechnen

Daher setzt der Blechverarbeiter RBT Rehm Blechtec GmbH mit Sitz in Blaubeuren-Seissen seit Januar 2012 auf seinen Maschinen zur Steuerung des Lagers und des Fertigungszuschnittes die moderne CAM-Software-Suite act/cut ein.

Aber die Fertigung ist nur die eine Seite der Medaille: Auf der anderen steht die kaufmännische Organisation mit Verwaltung, Buchhaltung und Controlling, die in Unternehmen dieser Größenordnung – die RBT Rehm Blechtec GmbH ist Teil der international agierenden Rehm Group, die thermische Systemlösungen für die Elektronik- und Solarindustrie weltweit anbietet – üblicherweise auf SAP ECC 6.0 beruht. „Allerdings ist act/cut der SAP-Lösung in mehreren Bereichen überlegen, beispielsweise bei der Berechnung für den benötigten Blechverbrauch bei möglichst geringem Verschnitt. Daher benötigten wir eine Schnittstelle zwischen den beiden Softwarewelten, um alle relevanten Daten nicht mehr per Hand, sondern medienbruchfrei elektronisch austauschen zu können“, so Lamparter.

CAM-Software soll exakt errechnete Mengenangabe an SAP melden

Die Anforderungen lauten wie folgt: Zum einen sollte der in SAP verwaltete Lagerbestand an act/cut automatisch übermittelt werden, zum anderen sollte act/cut seine exakte errechnete Mengenangabe für ein Fertigungsstück an SAP melden, damit diese dort gebucht werden kann. Die damit verbundenen Ziele sind nachvollziehbar: weniger Aufwand an Zeit und Arbeitskraft sowie eine geringere Fehlerquote, die durch die bisher manuelle Datenübertragung trotz größter Sorgfalt unvermeidlich war. Aus Finance- und Controlling-Sicht wünschte man sich eine höhere Transparenz in Echtzeit bezüglich des Lagerstandes und Mengenbedarfs in der Blechfertigung.

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